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GEGEN ZÜRICH: FC LUGANO SUCHT KONTINUITÄT IM LETZIGRUND
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GEGEN ZÜRICH: FC LUGANO SUCHT KONTINUITÄT IM LETZIGRUND

30. Januar 2026

Am Samstag, 31. Januar, um 20.30 Uhr bestreitet der FC Lugano sein drittes Spiel des Jahres 2026 und trifft im Rahmen des 22. Spieltags der Brack Super League im Letzigrund-Stadion auf den Grasshopper Club Zürich. Dieses Spiel findet zu einem äußerst positiven Zeitpunkt für die Bianconeri statt, die das neue Jahr mit zwei überzeugenden Siegen begonnen haben: Das 5:2 im Auswärtsspiel gegen den FC Luzern und das 4:1 im Heimspiel gegen den FC Winterthur haben einen kontinuierlichen Start ins Jahr 2026 bestätigt.

Gerade diese positive Serie macht das Auswärtsspiel in Zürich zu einer alles andere als selbstverständlichen Herausforderung. Der Grasshopper, derzeit Vorletzter in der Tabelle, bleibt eine schwer einzuschätzende Mannschaft, die zu Höchstleistungen fähig ist, aber auch Schwankungen unterliegt.

 

CROCI-TORTI: «WIR HABEN SEIT JAHREN NICHT MEHR IM LETZIGRUND GEWONNEN»
Mattia Croci-Torti machte keinen Hehl aus den historischen Schwierigkeiten dieses Stadions und verwies vor allem auf die Atmosphäre: «Es ist ein Stadion mit einem besonderen Umfeld. Wir haben dort seit Jahren nicht mehr gewonnen, und ehrlich gesagt ist es immer seltsam, im Letzigrund zu spielen. Manchmal fühlt man sich wie in einer Wüste, es fehlt an Rhythmus, es fehlt an Energie. Es wird unsere Aufgabe sein, große Motivation zu finden.» Ein mentaler Aspekt, der für den Trainer der Bianconeri entscheidend für den Verlauf des Spiels sein wird.

Was den Gegner angeht, hat Croci-Torti eine klare Analyse von Grasshopper vorgenommen und das Team als schwer einzuschätzen bezeichnet: «Es ist eine besondere Mannschaft, die zu unglaublichen Spielen wie dem gegen die Young Boys fähig ist, aber auch zu soliden Leistungen wie zuletzt in Lausanne. Gleichzeitig hatten sie aber auch Momente, in denen sie ihre Konzentration nicht aufrechterhalten konnten.» Daher ist höchste Aufmerksamkeit geboten, insbesondere bei den Offensivspielern, ohne jedoch die Schwachstellen aus den Augen zu verlieren: «Wir müssen ihre Schwächen geschickt ausnutzen, insbesondere eine Abwehr, die noch keine große Stabilität gefunden hat.»

Am Vorabend des Spiels fallen auch Marques und Alioski auf der linken Seite aus, was Lugano zwingen wird, einige Umstellungen vorzunehmen. Croci-Torti strahlt jedoch Gelassenheit aus und bekräftigt sein Vertrauen in die internen Lösungen: «Es ist nicht angenehm, zwei Spieler auf derselben Position zu verlieren, aber wir haben Alternativen. Jemand wird die Rolle anders interpretieren müssen, aber ich mache mir keine Sorgen.» In diesem Zusammenhang besteht die Möglichkeit, dass Hannes Delcroix als linker Aussenverteidiger aufgestellt wird, eine bereits erprobte Wahl: «Hajdari hat diese Position in der Vergangenheit auch schon gespielt. Delcroix kann dies mit anderen Eigenschaften tun, eher aufbauend als vorantreibend, aber das ist kein Problem.»

Mit Blick auf die Meisterschaft fällt das Spiel in Zürich in eine Phase, in der das Wettbewerbsniveau steigen wird. Das Ausscheiden des BSC Young Boys und des FC Basel aus der UEFA Europa League bedeutet, dass sich beide wieder ausschließlich auf die Brack Super League konzentrieren können. Croci-Torti hat dies deutlich betont: «Basel hat genauso viele Punkte wie letztes Jahr, als es die Meisterschaft gewonnen hat. Nach dem Ausscheiden aus Europa werden wir sie kaum in Schwierigkeiten sehen. Auch die Young Boys bleiben ohne Pokalwettbewerbe eine Mannschaft, die man ernst nehmen muss, auch wenn sie viele Punkte verloren haben.»

KELVIN: «ES IST EIN TRAUM, FÜR LUGANO ZU SPIELEN» Bei der Pressekonferenz
kam auch Damian Kelvin zu Wort, der im Sommer vom FC Biel-Bienne gekommen war und über seinen Werdegang und seine Eindrücke in Lugano berichtete. «Hier zu sein, ist etwas Besonderes. Der Traum eines jeden Fußballers ist es, Profi zu werden, und ich kann ihn hier beim FC Lugano leben. Ich würde diese Erfahrung um nichts in der Welt eintauschen», erklärte der Spieler, Jahrgang 2002, und ging auch auf die anfänglichen Schwierigkeiten ein: «Die Verletzung hat mich etwas gebremst, aber heute fühle ich mich gut. Hier kann ich arbeiten, mich verbessern und wachsen: Das ist genau das, was ich gebraucht habe.»

Worte, die sich in der Wertschätzung von Croci-Torti widerspiegeln, der den jungen Verteidiger öffentlich lobte: «Damian ist ein bescheidener Junge mit viel Hunger. Er hat seine Rolle in dieser Mannschaft verstanden und sich nie entmutigen lassen, auch nicht in schwierigen Momenten.» Ein Weg, der Tag für Tag aufgebaut wurde: «Er hat noch Grenzen, aber er arbeitet sehr hart. Die Minuten, die er gespielt hat, hat er sich alle verdient, ich habe ihm keine einzige geschenkt.“

Vor diesem Hintergrund bereitet sich der FC Lugano auf ein Auswärtsspiel vor, das Aufmerksamkeit, Intensität und Persönlichkeit erfordert. In einer besonderen Umgebung wie dem Letzigrund und gegen einen unberechenbaren Gegner müssen die Bianconeri neue Motivation finden, um ihre positive Phase fortzusetzen.