Der FC Lugano macht die Sache perfekt und sichert sich den Einzug in die Playoffs der UEFA Conference League. Nach dem 2:0-Sieg im Hinspiel in der AIL Arena spielen die bianconeri im Við Djúpumýrar ein 2:2-Unentschieden gegen NSÍ Runavík und überstehen die dritte Qualifikationsrunde mit einem Gesamtergebnis von 4:2.
Der Abend auf den Färöer-Inseln gestaltet sich schwieriger als erwartet. Runavík gelingt es nämlich, den in Lugano entstandenen Doppelrückstand aufzuholen und den Spielstand vorübergehend wieder auszugleichen. Die Mannschaft von Mattia Croci-Torti reagiert jedoch im entscheidenden Moment und bringt dank der Tore von Cimignani und Behrens die Qualifikation wieder auf ihre Seite und beendet das Rückspiel mit einem 2:2-Unentschieden.
RUNAVÍK BRINGT DIE ENTSCHEIDUNG
WIEDER INS SPIEL Die erste Chance ergibt sich in der 5. Minute: Lindh schiesst mit links von der Strafraumgrenze, die Ablenkung durch Papadopoulos verändert die Flugbahn des Balls und zwingt von Ballmoos zu einer grossartigen Reflexparade. Lugano antwortet sofort, und in der 7. Minute feuert Bislimi einen Schuss von der Strafraumgrenze ab, der den Pfosten streift.
Im Laufe der Minuten erhöhen die Bianconeri den Druck. In der 16. Minute spielt Cimignani Behrens frei, der aus seitlicher Position vor Amos auftaucht und versucht, mit dem rechten Fuss den herauslaufenden Torhüter zu überlisten, ohne jedoch das Tor zu treffen. Drei Minuten später fordert Dos Santos den Heimtorhüter mit einem Rechtsschuss von der Strafraumgrenze heraus, bevor er es in der 22. Minute erneut mit dem linken Fuss versucht: In beiden Fällen ist Amos zur Stelle.
In der 29. Minute ist es jedoch Runavík, das den Bann bricht. Skytte schickt Knudsen auf der linken Seite in die Tiefe, der Kapitän der Gastgeber dringt in den Strafraum ein und schiesst flach aufs Tor: Der Ball rollt unter den Beinen von von Ballmoos hindurch und sorgt für das 1:0.
Lugano versucht sofort zu reagieren, um den Vorsprung im Doppelduell wiederherzustellen. In der 37. Minute erspielt sich Behrens innerhalb weniger Augenblicke zwei Chancen, zunächst dreht er sich im Strafraum um und versucht es dann mit einem Rechtsschuss mit Effet, doch in beiden Fällen zeigt Amos eine Glanzparade und hält sein Tor sauber. So geht es mit einem 1:0 in die Halbzeitpause, wobei die bianconeri im Gesamtergebnis weiterhin mit 2:1 in Führung liegen.
DIE REAKTION IST DIE PLAYOFFS
WERT Lugano startet erneut mit dem Ziel, den Ausgleich zu erzielen, und in der 49. Minute dringt Steffen in den Strafraum ein und schiesst mit links ins lange Eck, doch Amos pariert erneut. In der 61. Minute gelingt Runavík jedoch das 2:0: Knudsen dringt über die linke Seite vor, gewinnt einen Abpraller gegen Mai und schlägt eine flache Flanke in die Mitte, die Lindh nur noch ins Netz schieben muss. Das 2:0 gleicht die Partie auch in der Gesamtwertung wieder vollkommen aus.
Die Reaktion der „bianconeri“ lässt nicht lange auf sich warten. In der 66. Minute, nur fünf Minuten später, flankt der gerade eingewechselte Zanotti von rechts auf den zweiten Pfosten, wo Cimignani der Abwehr einen Schritt voraus ist und den bis dahin unüberwindbaren Amos per Kopf überwindet. Das 2:1 gibt Lugano die Führung im Doppelhead-to-Head zurück.
In der 77. Minute verpassen die „bianconeri“ den Ausgleich nur um wenige Zentimeter: Grgić schlägt einen starken und flachen Freistoss in den Strafraum, Benjaminsen kommt vor Papadopoulos an den Ball und lenkt ihn in Richtung seines eigenen Tors ab, wobei der Ball zuerst die Latte und dann den Pfosten trifft, ohne die Linie zu überqueren.
Das Tor fällt jedoch zwei Minuten später. Steffen flankt von rechts, und Behrens kommt per Kopf vor Amos an den Ball und trifft nach den Chancen in der ersten Halbzeit endlich ins Netz. Es steht 2:2, womit der Einzug in die nächste Runde endgültig gesichert ist. In der 82. Minute versucht Pihlström sogar, die Aufholjagd mit einem Rechtsschuss aus der Distanz zu vollenden, doch Amos pariert.
Das Spiel im Við Djúpumýrar endet 2:2. Der FC Lugano übersteht damit die dritte Qualifikationsrunde der UEFA Conference League mit einem Gesamtergebnis von 4:2 und sichert sich den Einzug in die Playoffs, die letzte Hürde vor der Gruppenphase des Wettbewerbs. Die „bianconeri“ treffen auf den Maccabi Tel Aviv.
SPIELBERICHT
NSÍ RUNAVÍK – FC LUGANO 2:2 (2:4 nach Verlängerung)
UEFA Conference League – Dritte Qualifikationsrunde, Rückspiel
am 13. August 2026 – Við Djúpumýrar
Zuschauer: 300
Torschützen: 29. Knudsen, 61. Lindh, 66. Cimignani, 79. Behrens.
NSÍ RUNAVÍK (4-4-2): Amos; Benjaminsen (88. M. Danielsen), Obbekjær, Davidsen, Drinic; Lindh (79. Elísson), Joensen, Nolsøe (79. Olsen), Knudsen; Przybylski (88. Hestad), Skytte.
Auf der Bank: Kristian Joensen, D. Danielsen, Tróndargjógv.
Trainer: Sigurdur Ragnar Eyjolfsson.
FC LUGANO (3-4-2-1): von Ballmoos; Papadopoulos, Mai, Bichsel; Cimignani, Grgić, Bislimi, Pihlström (88. Moncada); Steffen (88. Kendouci), Dos Santos (63. Zanotti); Behrens.
Auf der Bank: Gebhardt, Ndiaye, Delcroix, Kelvin, Carbone, Castro, Ajdin.
Trainer: Mattia Croci-Torti.
Schiedsrichter: Robert Hennessy
; Schiedsrichterassistenten: Dermot Broughton und Emmet Dynan
; Vierter Offizieller: Aaron O'Dowd
; VAR und AVAR: Christian-Petru Ciochirca und Sara Telek
Verwarnungen: Joensen (RUN).
