Im Letzigrund-Stadion findet das Duell zwischen dem FC Zürich und dem FC Lugano statt, das zum 33. Spieltag der Brack Super League zählt – dem letzten Spieltag der regulären Saison vor dem Start der Championship Group. In einer Partie, die wichtig ist, um den eigenen Lauf fortzusetzen und sich bestmöglich auf die entscheidende Phase der Meisterschaft vorzubereiten, trifft die Mannschaft von Mattia Croci-Torti auf einen kompakten und tückischen Gegner, gegen den Geduld, Qualität im Spielaufbau und Klarheit im Abschluss erforderlich sind.
Die erste Chance des Spiels ergibt sich bereits in der 4. Minute und geht auf das Konto der Bianconeri: Steffen flankt von rechts, Koutsias lässt den Ball durchlaufen und Cimignani versucht es mit einer Grätsche, doch Huber pariert den Schuss sicher. Die Bianconeri haben von Beginn an den Ballbesitz, bauen viel Spiel auf und versuchen, die gegnerische Abwehr in Bewegung zu bringen, finden aber im letzten Drittel nicht kontinuierlich den richtigen Ansatz. Zürich hingegen steht sehr kompakt und schafft es, die gefährlichsten Passwege geordnet abzudecken.
Die Gastgeber zeigen sich vor allem bei Standardsituationen. In der 19. Minute schlägt Tsawa eine gefährliche Ecke, und Keny verfehlt mit einem Kopfball den Pfosten nur um wenige Zentimeter. Das Spielbild ändert sich jedoch nicht: Lugano bestimmt das Spiel und hat die territoriale Kontrolle, ohne jedoch den Durchbruch zu schaffen, während die Gastgeber abwarten und versuchen, bei Kontern zuzuschlagen. In der 38. Minute ergibt sich dann eine weitere Chance für die Biancoblù, erneut per Kopf, diesmal von Cavaleiro nach einer Flanke von Walker, doch der Schuss ist zu schwach und Saipi hält ihn ohne Probleme.
SCHWIERIGES SPIEL, STEFFEN BRICHT DIE
PATSTELLUNG AUF Auch in der zweiten Halbzeit bleibt das Spiel ausgeglichen. Lugano spielt weiterhin gute Kombinationen und ist überwiegend in der gegnerischen Hälfte zu finden, tut sich jedoch schwer, seine Überlegenheit in klare Torchancen umzumünzen. Zürich hingegen bleibt seinem Spielplan treu und sucht weiterhin nach Möglichkeiten durch Konter und Standardsituationen.
In der 58. Minute versucht es Grgić aus grosser Entfernung, doch sein Schuss geht über das Tor. Drei Minuten später, in der 61. Minute, ist es hingegen Zürich, das nach einer Standardsituation erneut gefährlich wird: Keny nimmt den Ball am zweiten Pfosten an und legt ihn zurück auf Kamberi, der aus günstiger Position mit einem Rechtsschuss jedoch das Tor verfehlt.
Der Schlüsselmoment des Spiels kommt in der 62. Minute, als Lugano durch einen schnellen Angriff, der direkt vom Torhüter eingeleitet wurde, in Führung geht. Saipi schlägt einen langen Ball, Koutsias verlängert per Kopf auf den heranstürmenden Steffen, der das Spiel im Voraus liest, vor Huber auftaucht und ihn eiskalt überwindet. Nach über einer Stunde, in der die bianconeri viel aufbauten, ohne den entscheidenden Durchbruch zu finden, reicht ein vertikaler Spielzug mit zwei Pässen, um das Gleichgewicht zu brechen.
Nach dem Führungstreffer greift die Mannschaft von Croci-Torti weiter an, um das zweite Tor zu erzielen. In der 73. Minute spielt Dos Santos einen verlockenden Ball auf Koutsias, dessen Rechtsschuss abgefälscht wird und nur knapp am Pfosten vorbeigeht. Zürich bleibt im Spiel, doch die Bianconeri vermitteln den Eindruck, noch einmal zuschlagen zu können, vor allem wenn es ihnen gelingt, Tempo und Qualität im letzten Drittel des Feldes zu steigern.
Die grösste Chance, das Spiel endgültig zu entscheiden, ergibt sich in der 85. Minute: Grgić schlägt eine präzise Flanke, und Delcroix, der sich im Fünfmeterraum in den Ball wirft, trifft per Kopf, scheitert jedoch an einer Glanzparade von Huber. In der Nachspielzeit gibt es noch eine letzte Chance, als Alioski Behrens im Strafraum bedient, doch der deutsche Stürmer schiesst knapp am Tor vorbei.
Der Schlusspfiff beschert Lugano somit einen wichtigen Sieg, den dritten 1:0-Erfolg in Folge gegen die Zürcher, womit die Bianconeri die Regular Season optimal abschliessen. Nun pausiert die Meisterschaft für ein Wochenende, bedingt durch den Spielplan der Halbfinalspiele des Schweizer Cups, bevor die Championship Group beginnt: Der nächste Termin ist für das Wochenende vom 25. April angesetzt, auswärts in der Stockhorn Arena in Thun.
TABELLINO
FC ZÜRICH – FC LUGANO
Brack Super League – 33ª giornata
11 aprile 2026 – Stadio Letzigrund
Spettatori: 12’377
Marcatori: 61’ Steffen
FC ZÜRICH (3-4-1-2): Huber; Kamberi, Hack, Sauter; Comenencia (80’ Bangoura), Berisha, Palacio (80’ Perea), Walker; Tsawa; Cavaleiro (66’ Reverson), Keny.
A disposizione: Vujević, Reverson, Emmanuel, Krasniqi, Reichmuth, Brecher, Di Giusto.
Allenatore: Dennis Hediger.
FC LUGANO (4-4-2): Saipi; Zanotti, Mai (44’ Kelvin), Delcroix, Marques; Cimignani (89’ Alioski), Grgić, Bislimi, Dos Santos (89’ Bottani); Steffen (80’ Belhadj), Koutsias (80’ Behrens).
A disposizione: Mina, Mahou, Pihlström, Kendouci.
Allenatore: Mattia Croci-Torti.
Arbitro: Sven Wolfensberger
Assistenti: Daniel von Känel e Linda Schmid
Quarto ufficiale: Désirée Blanco
VAR e AVAR: Johannes von Mandach e Laura Mauricio.
Ammoniti: Dos Santos (LUG), Kelvin (LUG), Walker (FCZ).