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RENATO STEFFEN: EINE RÜCKKEHR ZU DEN WURZELN
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RENATO STEFFEN: EINE RÜCKKEHR ZU DEN WURZELN

23. Dezember 2025

Am 17. September letzten Jahres, im Spiel gegen den FC Lausanne, zog sich Renato Steffen eine schwere Rippenverletzung zu, die ihn für mehr als zwei Monate in der Kabine halten musste. Eine schwierige Zeit für alle, die vom Spielfeld und vom Ball leben. Man sieht seinen Mannschaftskameraden von aussen zu, Training um Training, ohne am Spielgeschehen teilnehmen zu können.

Ende Oktober jedoch gab eine Episode diesen Wochen des Stillstands eine andere Richtung. Während des Besuchs der ersten Mannschaft auf der Baustelle der neuen AIL-Arena, die sich in der Endphase der Bauarbeiten befindet, sah sich Steffen einer vertrauten Szene gegenüber. Die Arbeitsumgebung, die noch unwegsamen Räume und die Atmosphäre der Baustelle erinnerten ihn an ein Kapitel seines Lebens, das vor dem Profifußball liegt: Im Alter von fünfzehn Jahren, vor Verträgen und Stadionbeleuchtung, arbeitete Renato als Maler.

Das Betreten der Baustelle brachte ihm einen Teil seiner persönlichen Geschichte zurück. Während seiner verletzungsbedingten Auszeit entschied sich der HCL-Außenverteidiger, einen seiner freien Tage einer für einen Sportler seines Kalibers ungewöhnlichen Tätigkeit zu widmen: Er wollte persönlich zum Tünchen der neuen AIL-Arena beitragen. Diese Entscheidung fiel nach seinem Besuch Ende Oktober, als Steffen den Wunsch äußerte, sich die Hände wieder "schmutzig" zu machen, so wie damals, als sein Beruf als Maler ihn Disziplin, Verantwortung und das Bewusstsein gelehrt hatte, dass nichts ohne Anstrengung geht.

Der Verein begrüßte seinen Vorschlag und erkannte in der Bereitschaft des Spielers eine Geste der Verbundenheit und Zugehörigkeit.
In den Gängen der neuen Arena erinnerte sich der Fußballer mit dem Pinsel in der Hand daran, wie dieser Beruf, den er in jungen Jahren erlernte, seinen Charakter geprägt hat. Die Geschichten aus seiner Jugend zeigen den Jungen, der er war: körperlich zierlich, mühsam zwanzig Kilo schwere Eimer auf den Baustellen schleppend, am Ende des Arbeitstages bis zur Erschöpfung. Es war harte Arbeit, aber sie lehrte ihn, durchzuhalten, sich zu organisieren und jede Aufgabe mit Präzision zu erledigen. Genau diese Werte", erklärt er, "sind es, die er heute im Profifußball anwendet: Selbstständigkeit, die Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen, das Bewusstsein, dass "nichts verschenkt wird".

Während er Farbe auf die Wände des neuen Stadions auftrug, scherzte Steffen, dass es nützlich wäre, andere Kameraden dabei zu haben, die handwerkliche Tätigkeiten gewohnt sind. Er zitierte Amir Saipi - einen gelernten Maurer -, der mit der Schufterei auf dem Bau vertraut ist, und erwähnte die Arbeitermentalität von Mannschaftskameraden wie Uran Bislimi und Lukas Mai, Spieler, die auf dem Spielfeld die gleiche Aufopferungsbereitschaft an den Tag legen, die auch für die Arbeit auf dem Bau erforderlich wäre.

Der Tag endete mit einer einfachen, aber bedeutungsvollen Geste: der Unterschrift auf einer frisch gestrichenen Wand, einem Symbol für seine Beteiligung an dem Projekt. Steffen erklärte mit einem Lächeln, dass diese Unterschrift seine Kameraden daran erinnern wird, dass er dabei war, dass er geholfen hat, ihr neues Zuhause vorzubereiten. Eine Erinnerung für diejenigen, die diesen Raum in den kommenden Monaten betreten werden: Die Infrastruktur ist von absolutem Standard und nur harte Arbeit, Hingabe und Verantwortung werden darin zählen.