Der FC Lugano verlässt das Stade de Tourbillon mit einem Unentschieden, das den Kampf um die Europapokalplätze bis zum letzten Spieltag offen hält. Am 37. Spieltag der Brack Super League, dem vorletzten der Championship Group, spielen die bianconeri 2:2 gegen den FC Sion in einem direkten Duell zwischen zwei Mannschaften, die in der Tabelle nur zwei Punkte voneinander getrennt sind.
Die Mannschaft von Mattia Croci-Torti geht in der ersten Halbzeit durch Koutsias in Führung, muss dann aber in der zweiten Halbzeit den Rückstand hinnehmen, nachdem Chouaref und Baltazar für die Walliser ausgeglichen haben. In der Schlussphase, als der Sieg für Sion schon zum Greifen nah scheint, ist es Papadopoulos, der den Ausgleich erzielt und damit den Abstand zwischen den beiden Mannschaften unverändert lässt.
KOUTSIAS ERÖFFNET DIE ERSTE HALBZEIT
Der Start ist ausgeglichen, beide Mannschaften wollen das Spiel für sich entscheiden, ohne dabei auf Offensivkraft zu verzichten. Die ersten Chancen hat jedoch Lugano. In der 3. Minute flankt Cimignani von links und Zanotti kommt am zweiten Pfosten zum Abschluss: Sein Kopfball geht knapp am Tor vorbei.
Die Bianconeri bauen ihre Angriffe weiterhin konsequent auf und versuchen es in der 15. Minute erneut: Grgić schiesst von der Strafraumgrenze, doch Racioppi lenkt den Ball zur Ecke ab. Der Druck der Bianconeri führt in der 24. Minute zu einer weiteren Chance, als Koutsias einen Alleingang versucht und vor dem Torwart auftaucht, doch nach einem unsicheren Stand schiesst er zu zentral.
Die Führung der Bianconeri fällt in der 31. Minute und entsteht aus einem gut vorgetragenen Spielzug. Behrens sichert den Ball im Mittelfeld und spielt einen Steilpass auf Belhadj, der geschickt an die Grundlinie kommt, einen Gegenspieler aussteigt und Koutsias in die Mitte bedient. Der griechische Stürmer muss den Ball nur noch zum 1:0 ins Netz schieben.
Die erste Halbzeit endet mit einem gefährlichen Lugano, das dem Gegner wenig Raum lässt. Sion versucht, Spielzüge aufzubauen und mit Tempo zu überraschen, doch die Verteidigung der Bianconeri liest die Spielsituationen aufmerksam und entschärft die Versuche der Walliser, sodass das Tor von Von Ballmoos ohne Torschüsse bleibt.
SION DREHT DAS SPIEL, PAPADOPOULOS ANTWORTET
Die zweite Halbzeit beginnt erneut mit einer Chance für Lugano. In der 48. Minute schiesst Belhadj nach einem Freistoss mit links im Strafraum und schickt den Ball knapp am Pfosten vorbei. Es ist eine wichtige Chance, denn wenige Minuten später wendet sich das Blatt.
In der 55. Minute gleicht Sion mit dem ersten Torschuss des Spiels aus. Nach einem verpatzten Querpass von Zanotti gelingt es Mai nicht, den Ball aus dem eigenen Mittelfeld zu klären, und Chouaref erobert den Ball zurück und schiesst mit einem kraftvollen Rechtsschuss ins Eck zum 1:1. Das Tor gibt der Heimmannschaft und den 14'000 Zuschauern im Tourbillon neuen Schwung, während Lugano die schwierigste Phase des Spiels durchlebt.
Sion nutzt den Schwung und vollendet in der 63. Minute die Aufholjagd. Chouaref erobert erneut einen Ball im Mittelfeld und bedient Kabacalman an der Strafraumgrenze. Die Nummer 88 verzichtet auf den Schuss und legt auf Baltazar ab, der mit der linken Aussenseite das 2:1 erzielt. Innerhalb von acht Minuten geraten die Bianconeri also von der Führung in Rückstand.
Die Walliser Mannschaft macht weiter Druck und kommt in der 66. Minute durch Boteli sogar dem dritten Tor nahe, der den Pfosten trifft, nachdem Lugano in dieser Phase mehr Raum gewährt. Nachdem die schwierigste Phase überwunden ist, sucht die Mannschaft von Croci-Torti jedoch wieder den Ausgleich. In der 76. Minute spielt Grgić einen langen Pass auf Behrens, der vor Racioppi direkt mit dem rechten Fuss schiesst, doch der Torhüter von Sion wehrt den Ball mit dem Körper ab.
In der Schlussphase erhöht Lugano den Druck, wohl wissend um die Bedeutung der Tabelle und die Notwendigkeit, einen Rückstand zu vermeiden. In der 90. Minute kommt es zur entscheidenden Szene: Zanotti schlägt einen Einwurf direkt in den Strafraum, Pihlström kommt zum Schuss und Racioppi wehrt ab, doch Papadopoulos stürzt sich auf den Abpraller, erzielt das 2:2 und gleicht das Spiel in letzter Minute aus.
Durch das Unentschieden bleibt Lugano auf dem dritten Platz, mit zwei Punkten Vorsprung auf Sion, und verschiebt jede Entscheidung auf den letzten Spieltag. Am Sonntag, dem 17. Mai, empfangen die Bianconeri Basel im Cornaredo, während Sion bei den Young Boys in Bern zu Gast ist. Der Kampf um die Europapokalplätze bleibt offen, doch Lugano hat sein Schicksal weiterhin selbst in der Hand.
SPIELBERICHT
FC SION – FC LUGANO 2:2
Brack Super League – 37. Spieltag
14. Mai 2026 – Stade de Tourbillon
Zuschauer: 14’300
Torschützen: 31. Koutsias, 55. Chouaref, 63. Baltazar, 90. Papadopoulos.
FC SION (4-2-3-1): Racioppi; Hefti, Kronig, Hajrizi, Lavanchy; Kabacalman (81. Sow), Baltazar; Chouaref (81. Rrudhani), Surdez (64. Boteli), Lukembila (64. Chipperfield); Nivokazi.
Auf der Bank: Ruberto, Kessler, Diack, Berdayes, Lukes, Mokango.
Trainer: Didier Tholot.
FC LUGANO (3-5-2): Von Ballmoos; Papadopoulos, Mai, Delcroix; Zanotti, Belhadj (74. Bottani), Grgić (89. Kendouci), Bislimi, Cimignani (68. Alioski); Behrens, Koutsias (68. Pihlström).
Auf der Bank: Saipi, Kelvin, Carbone, Parente, Ajdin.
Trainer: Mattia Croci-Torti.
Schiedsrichter: Mirel Turkes
. Assistenten: Ilco Jancevski und Nicolas Müller
. Vierter Offizieller: Zrinko Prskalo
. VAR und AVAR: Sven Wolfensberger und Laura Mauricio
Verwarnungen: Grgić (LUG), Hefti (SIO), Hajrizi (SIO), Baltazar (SIO), Boteli (SIO).
