Nach der witterungsbedingten Verschiebung vom vergangenen 2. November treffen sich der FC Lugano und der FC St. Gallen am Mittwoch, 26. November, im Cornaredo-Stadion zum Rückspiel des für den 12. Spieltag der Brack Super League gültigen Duells wieder. Das vorangegangene Spiel war in der 48. Minute unterbrochen worden, als Lugano dank Behrens' Tor mit 1:0 in Führung ging; nun beginnt das Rückspiel wieder von vorne und beim Stand von 0:0, ein Neustart, der dem Team von Mattia Croci-Torti auferlegt, seit dem Anpfiff wieder Intensität und Rhythmus zu finden.
St. Gallen reist als Tabellendritter an, mit 24 Punkten und dem letzten Heimerfolg am Wochenende gegen Lausanne. Die Formation von Enrico Maaßen bestätigt sich weiterhin als eine der solidesten in der Meisterschaft. Die HCL-Spieler hingegen präsentieren sich bei der Ansetzung getragen von der Begeisterung des Auswärtssieges auf dem Feld des Spitzenspielers Thun, der die positive Phase, in der sich das Team befindet, bestätigt.
DIE KONZENTRATION HOCHHALTEN
Gerade der HCL-Trainer betonte in der Pressekonferenz, wie wichtig es sei, nicht mit dem Kopf zu arbeiten und auch in den nächsten Spielen die Konzentration und Demut zu bewahren: "Es ist ein glücklicher Moment, aber wir haben noch nicht alles erreicht. Wir haben den schlechten Start wettgemacht und müssen jetzt Kontinuität zeigen, demütig und konzentriert bleiben".
Der Trainer erinnerte auch daran, wie sehr die Mannschaft darauf bedacht ist, im Rückspiel gut abzuschneiden: "Wir hatten das Spiel am 2. November auf dem richtigen Weg und es war unangenehm zu sehen, wie uns diese gute erste Halbzeit genommen wurde. Morgen werden wir auf jeden Fall versuchen, die drei Punkte zu holen".
DER GEGNER
Aus taktischer Sicht erwartet Croci-Torti ein St. Gallen, das sich zwar in der Interpretation der Spieler, nicht aber im Spielsystem unterscheidet: "Mehr als die Taktik zählt die Interpretation der Spieler. Die Männer wechseln und der Rhythmus oder die Qualität ändert sich".
Der Trainer analysierte dann die möglichen Optionen der Gegner, ohne Görtler - im letzten Spiel des Feldes verwiesen - und mit wertvollen Alternativen: "Wenn Quintillà oder Stevanovic anstelle von Neziri spielen, ändert sich die Art des Spiels. Mit Quintillà nimmt vielleicht die Intensität ab, aber die Qualität steigt. Auch Daschner kann das Gleichgewicht verschieben: Er ist ein Spieler, der in die Tiefe geht und den Unterschied ausmacht".
Lugano seinerseits muss auf den disqualifizierten Bislimi verzichten und wird mögliche Rotationen evaluieren, auch im Hinblick auf das Spiel am Samstag gegen Sion.
CIMIGNANI: "WIR WOLLEN GEWINNEN, UM DIE SPITZE ZU VERTEIDIGEN".
Neben dem Trainer meldete sich auch Yanis Cimignani zu Wort, der in den letzten Wochen immer mehr zu einem Protagonisten geworden ist. "Wenn man anfängt, mit Kontinuität zu spielen, bekommt man Vertrauen und Automatismus. Ich bin sehr zufrieden mit meinen Einsatzminuten und muss dem Trainer weiterhin zeigen, dass es richtig ist, mich spielen zu lassen", erklärte der HCL-Außenstürmer.
Cimignani betonte anschließend die Bedeutung des morgigen Spiels für den Weg der Mannschaft: "Jedes Spiel ist anders, aber unser Ziel ist es, weiter zu gewinnen, um in der Tabelle so nah wie möglich an Thun heranzukommen. Wir wissen, dass wir jedes Mal drei Punkte holen müssen, um dort zu bleiben".
Schließlich sprach er über seine Rolle und seine Entwicklung: "Manchmal muss ich mehr in der Defensive helfen, ein anderes Mal muss ich derjenige sein, der das Spiel gestaltet oder Tore schießt. Das hängt von der Position ab, die der Trainer mir zuweist. Das Wichtigste ist, dass ich bereit bin und zum Sieg beitrage".
Die Herausforderung des Cornaredo erhält damit ein relevantes Gewicht in der Tabelle: Mit einem Sieg würde Lugano St. Gallen überholen und auf den zweiten Platz klettern, punktgleich mit den Young Boys. Ein ehrgeiziges Ziel, aber voll in den Seilen einer Mannschaft, die sechs der letzten sieben Spiele gewonnen hat und ihrem Moment einen weiteren Schub geben will.
STEFFEN IN DER GRUPPE
Endlich gibt es positive Nachrichten von der Front der nicht zur Verfügung stehenden Spieler. Renato Steffen wurde nach seiner Genesung zu 100 % wieder in die Mannschaft integriert. Die Fortschritte von Ezgjan Alioski, der mit der individuellen Arbeit auf dem Spielfeld begonnen hat, sind ebenfalls positiv. Neuigkeiten gibt es auch für Mattia Bottani: Die am 21. November durchgeführte Magnetresonanztomographie bestätigte einen guten Heilungsverlauf seiner Verletzung. Die Physiotherapie und das Fitnessprogramm für David von Ballmoos, der seinen Genesungsprozess fortsetzt, werden ebenfalls fortgesetzt.
