Am Sonntag, dem 17. Mai 2026, um 16:30 Uhr empfängt der FC Lugano den FC Basel 1893 am 38. und letzten Spieltag der Brack Super League 2025/26. Es wird ein entscheidendes Spiel für die Tabelle und zugleich ein Tag, der in die Vereinsgeschichte eingehen wird: Das Spiel gegen die Basler ist nämlich das letzte Spiel in der Geschichte des Stadio di Cornaredo vor dem Umzug in die neue AIL Arena ab der Saison 2026/27.
Lugano geht nach dem 2:2-Unentschieden am Donnerstagnachmittag in Sion in den letzten Spieltag. Es war ein kompliziertes und intensives Spiel, in dem die Bianconeri bis zum Schluss am Ergebnis festhalten konnten. Das Tor von Papadopoulos in der 90. Minute verhinderte, dass die Walliser in der Tabelle vorbeiziehen, und ermöglichte es der Mannschaft von Mattia Croci-Torti, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen.
Der Wert dieses Unentschiedens geht daher über den einzelnen Punkt hinaus. Im Tourbillon, gegen eine Mannschaft voller Selbstvertrauen und angefeuert von ihrem Publikum, zeigte Lugano im entscheidenden Moment Charakter: «Wir durften Sion nicht an uns vorbeiziehen lassen», betonte Croci-Torti nach dem Spiel, «denn wir wollen unser Schicksal selbst in der Hand haben. Das Schicksal liegt nun in Cornaredo, bei unseren Fans, beim letzten Spiel in unserem grossen Stadion.»
DER DRITTE PLATZ IST ZU VERTEIDIGEN
Die Tabelle bleibt offen. Lugano geht mit zwei Punkten Vorsprung auf den Vierten Sion in den letzten Spieltag und hat die Möglichkeit, die Sache zu entscheiden, ohne auf die anderen Spielfelder schauen zu müssen. Ein Sieg gegen Basel würde es den Bianconeri nämlich ermöglichen, den dritten Platz zu sichern und die Saison auf die beste Art und Weise abzuschliessen.
Andernfalls richtet sich die Aufmerksamkeit auch auf Bern, wo Sion bei den Young Boys zu Gast ist. Alles entscheidet sich also in den letzten 90 Minuten der Saison, in einem Finale voller Spannung und Emotionen.
Der Gegner ist ein hochkarätiger Verein wie der FC Basel 1893 von Stephan Lichtsteiner. Nach dem Double in der vergangenen Saison verlief die Meisterschaft für die Basler nicht nach ihren Ambitionen, und sie belegen derzeit den fünften Platz, ohne rechnerische Chance mehr auf einen Platz in den europäischen Wettbewerben.
Die Tabellensituation macht das Spiel jedoch nicht weniger tückisch. Im Gegenteil: Eine Mannschaft ohne Druck kann freier spielen und versuchen, die Saison mit einer starken Leistung abzuschliessen. Croci-Torti hat nach dem Unentschieden in Sion klar darauf hingewiesen: «Manchmal, wenn man nichts zu verlieren hat, wenn man keine Sorgen hat, kann man die besten Leistungen abrufen. Aber wir haben wichtige Motivationen, wir müssen ein Feuer in uns haben, das sie nicht haben.“
Genau diese Motivation muss den Unterschied ausmachen. Für Lugano wird das Spiel gegen Basel nicht nur das letzte der Meisterschaft sein, sondern der Moment, in dem alles gegeben werden muss: Klarheit, Intensität, Charakter und das Bewusstsein für die Bedeutung eines Spieltags, der Tabelle und Geschichte vereint.
DER LETZTE TANZ
Der Aufruf von Mattia Croci-Torti richtet sich an das gesamte Umfeld der bianconeri. Die Mannschaft wird die Energie ihres Publikums brauchen, nicht nur, um den dritten Platz zu verteidigen, sondern auch, um sich von Cornaredo auf die schönste Art zu verabschieden: gemeinsam, mit Intensität und mit dem Zugehörigkeitsgefühl zu den bianconeri, das den Club all die Jahre begleitet hat.
«Wir müssen dieses Stadion, in dem ich so viele Jahre verbracht habe und in dem Generationen von Fans diese Mannschaft besungen und unterstützt haben, gebührend würdigen. Wir sind beim letzten Tanz angelangt. Wir brauchen alle, sie müssen uns mitreissen», erklärte der Trainer.
Die letzten 90 Minuten stehen bevor und warten auf Lugano. Mit einem zu verteidigenden Ziel, einem namhaften Gegner, dem man sich stellen muss, und einem Heimstadion, von dem man sich verabschieden muss. Cornaredo bereitet sich auf sein allerletztes Spiel vor: Es liegt an den Bianconeri auf dem Platz und den Fans auf den Tribünen, diesen Tag zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen.
