Am Mittwoch, dem 29. Juli, um 16:30 Uhr trifft der FC Lugano im Kampi Nacional Hajvali in Pristina im Rückspiel der zweiten Qualifikationsrunde (Q2) der UEFA Conference League auf den KF Dukagjini.
Es geht um den Einzug in die Q3. Die „bianconeri“ gehen mit einem 1:0-Vorsprung aus dem Hinspiel in der AIL Arena ins Spiel, den Renato Steffen durch sein Tor gesichert hat – ein wertvoller, aber knapper Vorsprung, der die Entscheidung noch offen lässt.
NUR EIN TOR VORSPRUNG
Das Ergebnis des Hinspiels spiegelt nicht vollständig die Leistung des FC Lugano wider, der zahlreiche Chancen zur Vergrösserung des Vorsprungs hatte: zwei wegen Abseits aberkannte Tore, zwei Rettungen auf der Torlinie und ein Lattentreffer von Moncada.
Dukagjini hat jedoch gezeigt, dass es bei Kontern gefährlich werden kann. Stevenson traf in der zweiten Halbzeit den Pfosten, während von Ballmoos in der Schlussphase gegen einen Fernschuss von Pefqeli eingreifen musste. Diese Vorfälle bestätigen, dass das Rückspiel mit Vorsicht angegangen werden muss, ohne die Qualifikation bereits als sicher anzusehen.
Auch Mattia Croci-Torti betonte nach dem Hinspiel, wie knapp der Vorsprung nach wie vor ist: „Wir haben uns zu viele Chancen herausgespielt, um mit einem 1:0 zufrieden zu sein, aber all diese Spiele bergen viele Tücken. Selbst wenn wir 3:0 gewonnen hätten, hätte ich mich nicht sicher gefühlt: Europapokalspiele sind schwierig, vor allem auswärts.“
DREI SPIELE IN SECHS TAGEN
Die beiden Mannschaften gehen nach unterschiedlichen Vorbereitungswegen in diese Begegnung. Die kosovarische Meisterschaft beginnt am 15. August, sodass sich Dukagjini voll und ganz auf die beiden europäischen Spiele konzentrieren konnte.
Der FC Lugano hingegen kehrt zum dritten Mal innerhalb von sechs Tagen auf den Platz zurück. Nach dem Erfolg im Hinspiel setzten sich die Bianconeri am Sonntag am ersten Spieltag der Brack Super League mit 2:1 gegen den FC Vaduz durch, wobei Croci-Torti bestätigte, dass er die Startelf umgestellt hatte, um die Kräfte und Verantwortlichkeiten innerhalb der Mannschaft besser zu verteilen: „Ich wollte rotieren, um zu signalisieren, dass jeder wichtig ist. Wenn so viele Spiele anstehen, muss der Trainer als Erster zeigen, dass er Vertrauen in alle hat“, erklärte der Trainer nach dem Ligaspiel. Die Bilanz der ersten beiden Pflichtspiele lautet auf ebenso viele Siege, verbunden mit dem Bewusstsein, dass man Spiele effektiver zu Ende bringen muss.
DAS KAMPI NACIONAL HAJVALI
Das Spiel findet im Kampi Nacional Hajvali statt, dem Trainingszentrum des kosovarischen Fussballverbands vor den Toren von Pristina. Die Anlage ist bereits in Betrieb, ist jedoch Teil eines Komplexes, der sich noch in der Erweiterungs- und Fertigstellungsphase befindet. Das Projekt sieht den Umbau des Hauptstadions in eine Anlage der UEFA-Kategorie 4 mit rund 14.000 Plätzen vor, in der künftig auch die Spiele der kosovarischen A-Nationalmannschaft ausgetragen werden sollen.
Hier entscheidet sich der Einzug in die dritte Qualifikationsrunde der UEFA Conference League. Der FC Lugano geht mit dem Vorteil eines in der AIL Arena erzielten Tores in die Partie, ist sich jedoch bewusst, dass noch die Hälfte der Arbeit vor ihm liegt. Es bedarf an Klarheit, Ausgeglichenheit und Entschlossenheit, um das im Hinspiel Erreichte zu verteidigen und den Weg in Europa fortzusetzen.
DAS PRE-MATCH-INTERVIEW MIT MATTIA CROCI-TORTI:
