Der FC Lugano kehrte nach über einem Monat Abwesenheit nach Cornaredo zurück, mit dem Ziel, an den starken Start ins Jahr 2026 in Luzern anzuknüpfen. Gegenüber stand ein gut organisierter FC Winterthur, der tief verteidigte und auf schnelle Umschaltmomente setzte, wie von Mattia Croci-Torti bereits im Vorfeld angekündigt.
Der Matchplan der Bianconeri war von Beginn an klar erkennbar, geprägt von Ballkontrolle und konstantem Pressing. Bereits nach zwei Minuten führte ein einstudierter Eckball zu einer Abschlussmöglichkeit für Dos Santos am zweiten Pfosten, dessen Schuss am Aussennetz landete. Lugano blieb spielbestimmend und in der 14. Minute holte erneut Dos Santos einen Freistoss an der Strafraumgrenze heraus. Anto Grgić übernahm Verantwortung und traf mit einem sehenswerten Schlenzer über die Mauer hinweg zur Führung. Es war sein fünftes Saisontor und sein zweites per Freistoss nach dem Treffer gegen den Servette FC.
Winterthur versuchte in der 26. Minute mit einem schnellen Konter zu reagieren: Kasami bediente Hunziker im Strafraum, dessen Abschluss von Zanotti abgefälscht wurde und Saipi am ersten Pfosten beinahe überraschte, doch der Lugano-Keeper reagierte aufmerksam. In der 34. Minute war Lugano nahe am zweiten Treffer, als Dos Santos und Steffen auf engem Raum kombinierten und die Nummer 11 aus kurzer Distanz abschloss, jedoch an einer starken Flugparade von Kapino scheiterte.
Die Gäste blieben dennoch gefährlich und in der 39. Minute setzte Hunziker nach einem Eckball einen Kopfball aus zentraler Position nur knapp neben das Tor. In der besten Phase Winterthurs schlug Lugano jedoch zu. In der 42. Minute führte eine perfekt herausgespielte Kombination zum Tor von Behrens: Steilpass von Cimignani, ein Hackentrick von Dos Santos zur Umkurvung des Torhüters und der erfolgreiche Abschluss ins leere Tor durch den Lugano-Stürmer. Kaum eine Minute später legten die Hausherren nach: Nach dem Anstoss der Gäste erzwang Luganos hohes Pressing einen Ballgewinn durch Zanotti, der in den freien Raum startete, von Behrens bedient wurde und Kapino mit einem feinen Lupfer kurz vor der Pause überwand.
BELHADJ MACHT IN DER ZWEITEN HÄLFTE DEN SACK ZU
Die zweiten 45 Minuten begannen mit gedrosseltem Tempo: Lugano verwaltete die Führung, während Winterthur Mühe hatte, Räume zu finden. Die Bianconeri wurden durch zwei Einzelaktionen von Alioski und Cimignani gefährlich, beide jedoch von Kapino entschärft. In der 66. Minute versuchte Maluvunu mit einem wuchtigen Distanzschuss, die Partie wieder zu öffnen, doch Saipi parierte mit einer starken Flugabwehr. Aus dem anschliessenden Eckball entstand die Aktion, die zum Flankenlauf von Sidler über rechts und zum Kopfball von Hunziker führte, der diesmal im Tor landete und den Rückstand verkürzte.
Die Reaktion Luganos liess nicht lange auf sich warten. In der 70. Minute zog Steffen aus der Distanz mit links ab und verfehlte das Tor nur knapp. In der 79. Minute fiel die entscheidende Szene: Nach hohem Pressing im Spielaufbau Winterthurs eroberte Belhadj den Ball, drang in den Strafraum ein und überwand Kapino – sein erstes Saisontor nach der Rückkehr vom Afrika-Cup mit der tunesischen Nationalmannschaft.
In der Schlussphase hatte Winterthur in der 82. Minute noch eine letzte Möglichkeit, als ein Ball nach einer Kopfballverlängerung durch den gesamten Strafraum flog und Dansoko aus kurzer Distanz über das Tor schoss. Lugano kontrollierte die letzten Minuten ohne Probleme und brachte den Vorsprung sicher über die Zeit.
So feierten die Bianconeri vor heimischem Publikum einen wichtigen Erfolg – den fünften in Serie – und setzten ihren positiven Entwicklungspfad fort. Der Fokus richtet sich nun bereits auf das nächste Meisterschaftsspiel, das in sieben Tagen in Zürich gegen die Grasshoppers ansteht.
