Der FC Lugano kehrt mit dem Ziel, seine positive Serie fortzusetzen, ins Letzigrund zurück. Es verspricht ein intensives und hart umkämpftes Spiel gegen einen aggressiven und körperbetonten Grasshopper CZ zu werden. In einem schwierigen Umfeld und auf einem traditionell schwierigen Platz versuchen die Bianconeri sofort, die Initiative zu ergreifen und ihrem Spiel Rhythmus und Qualität zu verleihen.
Der Start verläuft günstig für die Mannschaft von Mattia Croci-Torti, die in der 7. Minute die erste große Chance des Spiels herausspielt: Steffen flankt von rechts und Behrens schießt direkt, aber Hammel rettet mit einer entscheidenden Parade und lenkt den Ball an die Latte. Nach der anschließenden Ecke wird Delcroix mit einem Kopfball gefährlich, aber der Zürcher Torhüter kann erneut parieren. Delcroix musste kurz darauf aufgrund eines Muskelproblems aufgeben, was Mattia Croci-Torti und seinen Mitarbeitern zwang, ihre Defensivaufstellung zu überdenken. Mit fortschreitender Spielzeit wurde das Spiel statischer: GCZ erhöhte die Intensität in den Zweikämpfen und schloss die Räume gut, während Lugano trotz Kontrolle und wenigen Gegentoren Mühe hatte, Lücken zu finden. Nach einer halben Stunde versuchte Grgić mit einem Freistoß, den Bann zu brechen, indem er den Ball in die obere Ecke lenkte, aber Hammel war erneut zur Stelle und parierte. In der 35. Minute kam Grasshopper mit einem Kopfball von Asp Jensen nach vorne, der über die Latte ging, bevor derselbe Stürmer am Ende der ersten Halbzeit Saipi mit einem Schuss auf den kurzen Pfosten testete, der zur Ecke abgefälscht wurde.
Insgesamt verlief die erste Halbzeit eher langsam und war geprägt von mehreren technischen Fehlern und einer Ausgeglichenheit, die sich auch im Halbzeitstand widerspiegelte.
Zuerst Steffen, dann Krasniqi
Nach der Pause legte Lugano jedoch einen Gang zu und kam mit einem völlig anderen Rhythmus zurück auf den Platz. Behrens traf früh, doch das Tor wurde wegen Abseits aberkannt, während Steffen kurz darauf nach einer Vorlage von Mahou mit einem Hackentrick beinahe die Führung erzielt hätte, doch der Ball landete im Außennetz. Der Druck der Bianconeri nahm zu und in der 61. Minute wurde Behrens nach einer Flanke von Zanotti erneut gefährlich. Der Spielzug, der zur verdienten Führung führte, kam kurz darauf: Zuerst zwangen Belhadj und dann Behrens Hammel zu zwei Glanzparaden, dann eroberte Mahou den Ball auf der linken Seite zurück und flankte auf Steffen, der aus wenigen Metern zum 0:1 in der 62. Minute traf. Eine halbe Stunde vor Schluss lag Lugano in Führung und schien das Spiel unter Kontrolle zu haben. Die Bianconeri hätten ihre Führung mehrfach ausbauen können, aber Grasshopper hielt dagegen und versuchte, sich zurückzukämpfen. In der 72. Minute ging ein Fernschuss von Meyer knapp am Tor vorbei, aber es war ein Zeichen dafür, dass die Mannschaft von Gerald Scheiblehner immer selbstbewusster wurde. Die entscheidende Antwort der Heimmannschaft kam in der 84. Minute, als Krasniqi auf dem Flügel Platz fand, in den Strafraum sprintete und einen kraftvollen und präzisen Rechtsschuss abgab, der Saipi keine Chance ließ und den Spielstand auf 1:1 ausglich. In den letzten Minuten, nachdem sie den Ausgleich kassiert hatten, verlor Lugano seinen Schwung und konnte keine weiteren Chancen mehr herausspielen, um in Führung zu gehen, sodass das Spiel ohne weitere Vorkommnisse ausklang.
Das 1:1-Unentschieden beendete somit eine Partie, in der die Bianconeri vor allem in der zweiten Halbzeit ihre beste Form gezeigt hatten, bevor sie in den letzten Minuten eingeholt wurden. Das Ergebnis unterbricht eine Serie von fünf Siegen in Folge und hinterlässt etwas Bedauern über die Leistung in der zweiten Halbzeit.
Nun richtet sich der Fokus auf das nächste Spiel: Am Samstag, 7. Februar, um 18 Uhr kehrt Lugano nach Zürich zurück, um gegen den FC Winterthur anzutreten, mit dem Ziel, sofort wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden.
SPIELBERICHT
GRASSHOPPER CLUB ZÜRICH – FC LUGANO 1:1
Brack Super League – Spieltag 22
31. Januar 2026 – Letzigrund Stadion, Zürich
Zuschauer: 3228
Torschützen: 62' Steffen, 84' Krasniqi.
GRASSHOPPER CLUB ZÜRICH (3-4-3): Hammel; Abels, Diaby, Stroscio; Diarrassouba (60' Ullmann), Zovarek (64' Meyer), Hassane, Krasniqi; Plange (60' Tsimba), Frey (83' Clemente), Jensen.
Ersatzspieler: Glaus, Decarli, Mikulić, Abrashi, Marques.
Trainer: Gerald Scheiblehner.
FC LUGANO (3-4-2-1): Saipi; Zanotti, Kelvin, Delcroix (10' Belhadj); Cimignani, Grgić, Bislimi, Mahou (67' Brault-Guillard) ; Steffen (84' Koutsias), Dos Santos (84' Bottani); Behrens
Ersatzspieler: Von Ballmoos, Kendouci, Pihlström, Puddu, Radić.
Trainer: Mattia Croci-Torti.
Schiedsrichter: Nico Gianforte
Assistenten: Jonas Erni und Nicolas Tuberosa
Vierter Offizieller: Déborah Avex
VAR und AVAR: Hüseyin Sanli und Johannes von Mandach
Gelbe Karten: Diaby (GCZ), Behrens (LUG), Belhadj (LUG), Zanotti (LUG), Asp Jensen (GCZ).
Platzverweis: Belhadj (LUG).
