Wochenmitte und letztes Auswärtsspiel des Jahres 2025 für den FC Lugano von Mattia Croci-Torti. Am Mittwoch, den 17. Dezember, treten die Bianconeri im Letzigrund-Stadion an, nur drei Tage nach dem überzeugenden Sieg gegen den Servette FC, der ein Zeichen von Wachstum und Solidität sein soll. Vor ihnen steht ein selbstbewusster FC Zürich, der fünf gute Ergebnisse in Folge erzielt hat und seit dem 1. November ungeschlagen ist, was das Spiel besonders anspruchsvoll macht.
Ein weiterer Faktor, der die Herausforderung noch bedeutender macht, ist die Situation in der Tabelle. Nur drei Punkte trennen die beiden Teams, die durch die dünne Grenze zwischen der Meisterschafts- und der Abstiegsgruppe getrennt sind. Lugano liegt mit 27 Punkten auf dem sechsten Platz, Zürich direkt dahinter.
Der Beginn des Spiels ist ausgeglichen und arm an Gelegenheiten. In den ersten 20 Minuten versuchte Lugano, den Ballbesitz zu verwalten, während Zürich mit Intensität, hohem Pressing und einigen Balleroberungen in der gegnerischen Spielfeldhälfte antwortete, ohne jedoch wirkliche Gefahr zu erzeugen. Nach der Hälfte des ersten Durchgangs sind es die Bianconeri, die sich mit mehr Kontinuität zeigen: Koutsias, der zum zweiten Mal in Folge auf der linken Seite mit Behrens in der Mitte aufgestellt wird, versucht es mit einigen Vorstößen über die rechte Seite, doch beide Abschlüsse werden von der Abwehr abgewehrt.
In der 41. Minute gab es die erste wirkliche Chance des Spiels, und zwar für Lugano. Nach einem Freistoß von Grgic dreht sich Papadopoulos im Strafraum nach rechts und versucht, das bereits gegen Servette gesehene Tor zu wiederholen, doch der Ball geht knapp daneben.
Nach dem Seitenwechsel, am Ende des ersten Drittels, waren die Zürcher dem Führungstreffer nahe: Phaëton setzte nach einem Fehler der Bianconeri zum Gegenangriff an, setzte sich auf der rechten Seite durch und schoss, fand aber die Antwort von Saipi, der ebenfalls den Pfosten traf. So ging es beim Stand von 0:0 in die Halbzeitpause, mit wenig Aufregung, aber großer Ausgeglichenheit.
BEHRENS AT 91'
Die zweite Halbzeit begann ähnlich wie das Ende der ersten, mit gefährlichen Vorstößen der Zürcher. Phaëton drang erneut in den Strafraum ein und versuchte es mit einem tückischen Flankenball, bei dem Saipi erneut aufpasste. Lugano versuchte in der 56. Minute mit einem Abschluss aus der Distanz von Cimignani zu reagieren, der aber das Tor nicht traf.
In der 62. Minute waren es wieder die Bianconeri, die durch einen toten Ball gefährlich wurden: Cimignanis Ecke und Papadopoulos' Kopfball, der höher als alle anderen aufstieg, aber das Tor nicht fand. Kurz darauf, in der 68. Minute, hätte Zürich beinahe den Führungstreffer durch den neu eingewechselten Reverson erzielt, der zuerst einen Abschluss aus nächster Nähe von der Abwehr abgewehrt sah und es dann noch einmal aus abseitsverdächtiger Position versuchte, aber den sicheren Halt von Saipi fand.
Luganos Antwort kommt in der 71. Minute, als Cimignani eine präzise Flanke für Behrens schlägt, der im Strafraum aufprallt, aber auf dem Weg dorthin eine tolle Parade des Heimtorwarts findet. Das Spiel blieb intensiv und umkämpft, manchmal mit Fouls, aber ohne echte Torchancen.
Der entscheidende Moment kam in der zweiten Halbzeit. In der 91. Minute fand Lugano den Spielzug, der das Gleichgewicht brach: eine herrliche Dreiecksbeziehung im Zentrum, Cimignani bediente Bislimi, der, allein vor dem Torhüter, die uneigennützigste Lösung wählte, indem er Behrens unterstützte, der ins leere Tor einschob.
Im Finale wurde die Partie, die bis dahin festgefahren war, plötzlich lebendig. Zürich blieb nach Osbornes Platzverweis zu zehnt und Lugano schaffte bei einem Konter nach Cimignanis Flanke durch Mahou sogar den Doppelschlag. Nach einer fünfminütigen Erholungsphase konnten die Bianconeri einen sehr hohen Sieg feiern.
Drei Punkte, die es dem Team von Croci-Torti erlauben, Zürich in der Tabelle zu distanzieren und auf den vierten Platz vorzurücken, auch dank der gleichzeitigen Niederlage der Young Boys, dem nächsten Gegner am Sonntag, den 21. Dezember im Cornaredo im letzten Spiel des Jahres.
TABELLE
FC ZURIGO - FC LUGANO 0-1
Brack Super League - 18. Spieltag
17. Dezember 2025 - Stadion Letzigrund
Zuschauer: 10,348
Torschützen: 91' Behrens
FC ZURIGO (4-3-1-2): Brecher; Kamberi, Vujevic, Sauter, Ligue (46' Volken); Emmanuel (59' Reverson), Tsawa (64' Krasniqi), Reichmuth; Zuber (93' Perea); Kény, Phaëton (93' Odera).
Verfügbar: Huber, Bangoura, Tchamda, Ihendu.
Trainer: Dennis Hediger.
FC LUGANO (4-4-2): Saipi; Zanotti, Mai (46' Kelvin), Papadopoulos, Marques (70' Brault-Guillard); Dos Santos (59' Steffen), Bislimi, Grgic, Cimignani (99' Maslarov); Koutsias (59' Mahou), Behrens.
Zur Verfügung: Mina, Kendouci, Cassano, Pihlström.
Trainer: Mattia Croci-Torti.
Schiedsrichter: Nico Gianforte
Assistenten: Claudio dos Santos und Mirco Bürgi
Vierter Offizieller: Logan Berchier
VAR und AVAR: Hajrim Qovanaj und Luca Scheibli
Zugelassen: Vujevic (ZUR), Grgic (LUG), Ligue (ZUR), Keny (ZUR), Odera (ZUR), Saipi (LUG).
Platzverweise: Osborne (ZUR).
