Nach der Länderspielpause kehrte der FC Lugano mit einem prestigeträchtigen Sieg in den Ligabetrieb zurück. Im Cornaredo besiegten die Bianconeri den FC Zürich mit 1:0 und sicherten sich damit drei wichtige Punkte, wodurch sie nun punktgleich mit den Biancoblù auf dem fünften Tabellenplatz liegen.
Die Mannschaft von Croci-Torti startete stark und war entschlossen, an den Sieg gegen Winterthur vom 5. Oktober anzuknüpfen. In den ersten Minuten bestimmte Lugano das Tempo und drängte Zürich in die eigene Hälfte zurück. In der 9. Minute begeisterte Grgic das Publikum sofort mit einem Rechtsschuss von ausserhalb des Strafraums, der den Pfosten streifte – ein Vorgeschmack auf eine von den Bianconeri dominierte erste Halbzeit. Durch hohes Pressing und flüssiges Passspiel kontrollierten die Gastgeber das Spiel souverän, es fehlte ihnen lediglich ein Quäntchen Präzision im letzten Drittel.
In der 26. Minute fiel dann die verdiente Führung: Zanotti – der nach einer Verletzung in die Startelf zurückkehrte – machte sich sofort bemerkbar, indem er auf der rechten Seite drei Zweikämpfe in Folge gewann, bevor er einen Steilpass auf Dos Santos spielte. Der Spielmacher der Bianconeri drang in den Strafraum ein und überwand Brecher mit dem linken Fuss eiskalt zum 1:0, was Cornaredo in Ekstase versetzte.
Nach einer ersten Halbzeit ohne weitere Höhepunkte versuchte Zürich in der zweiten Hälfte zu reagieren. In der 50. Minute schoss Krasniqi von ausserhalb des Strafraums, doch der Ball wurde knapp über die Latte abgefälscht. Lugano reagierte zwei Minuten später sofort, erneut durch Zanotti, der einen weiteren Vorstoss über die rechte Seite startete: Er zog nach innen auf den linken Fuss und feuerte einen Schuss ab, der knapp am Pfosten vorbeiging. Dann, in der 56. Minute, rettete die Latte von Ballmoos nach einem kraftvollen Schuss von Markelo, der besten Chance der Gäste an diesem Abend.
Im Laufe der Zeit wurde Lugano wieder gefährlicher. In der 70. Minute versuchte Alioski sein Glück aus der Distanz, verfehlte jedoch das Tor, während Papadopoulos zwei Minuten später mit einem Kopfball nach einer Ecke von Grgic, der an die Latte knallte, kurz davor stand, die Führung zu verdoppeln – damit glich sich die Bilanz der Schüsse an die Latte aus.
In der Schlussphase war es erneut die Mannschaft von Croci-Torti, die das Spiel für sich entscheiden konnte. In der 87. Minute brach Bislimi über rechts durch und spielte eine flache Flanke in den Strafraum auf Marques, der einen Hackentrick versuchte: Der Ball streifte den Pfosten und ging ins Aus.
In der Nachspielzeit startete Zürich einen letzten Angriff, traf jedoch auf einen überragenden von Ballmoos: Der Torhüter der Bianconeri zeigte zwei hervorragende Reflexparaden, um das Ergebnis zu sichern und Lugano drei wertvolle Punkte zu garantieren.
Nach fünf Minuten Nachspielzeit besiegelt der Schlusspfiff einen verdienten und überzeugenden Sieg. Der FC Lugano hat seine Siegesserie, defensive Stabilität und seinen Schwung in der Tabelle wiedergefunden. Die Bianconeri treffen nun am Sonntag, 26. Oktober, in Genf im Spieltag 10 der Brack Super League auf Servette.
FC LUGANO – FC ZÜRICH 1:0
Brack Super League – 9.
Spieltag 18. Oktober 2025 – Cornaredo-Stadion
Zuschauer: 4.450
Torschützen: 26’ Dos Santos
FC LUGANO (4-2-3-1): von Ballmoos; Zanotti (83. Brault-Guillard), Papadopoulos, Mai, Alioski; Grgic, Blisimi; Cimignani, Dos Santos (77. Marques), Mahou (60. Belhadj); Behrens.
Ersatzspieler: Saipi, Cassano, Doumbia, El Wafi, Pihlström, Duville-Parsemain.
Trainer: Mattia Croci-Torti.
FC ZÜRICH (4-3-3): Brecher; Comenencia (87. Tramoni), Segura, Kamberi, Rodić (65. Ligue); Krasniqi (87. Reverson), Palacio, Zuber; Phaëton (65. Emmanuel), Keny (76. Perea), Markelo
Einwechselspieler: Huber, Stork, Tsawa, Bangoura.
Trainer: Mitchell van der Gaag
Schiedsrichter: Alessandro Dudic
Schiedsrichterassistenten: Pascal Hirzel und Christophe Loureiro
Vierter Offizieller: Hüseyin Sanli
VAR und AVAR: Johannes von Mandach und Hajrim Qovanaj
Gelbe Karten: Zuber (FCZ), Zanotti (LUG), Rodic (FCZ), Ligue (FCZ)
