Dreizehn Jahre in Basel, eine lange Reise über den Gotthardpass und eine Fülle von Erfahrungen, die er mit nach Hause nimmt. Für Germano Vailati, den neuen Torwarttrainer des FC Lugano, fühlt sich die Rückkehr ins Tessin wie eine Heimkehr und ein Gefühl der Zugehörigkeit an. „Die Rückkehr ins Tessin hat mir sehr viel bedeutet“, sagt er. „Ich habe eine lange Zeit in Basel verbracht, wo ich intensive Jahre erlebt habe und auch an diese Farben gewöhnt war, aber man vergisst nie seine Wurzeln. Es ist schön, wieder da zu sein.“
Eine Rückkehr, die für jemanden wie ihn, der in der Jugendakademie der Bianconeri aufgewachsen ist, eine besondere Bedeutung hat. „Meine Verbindung zu Lugano ist seit meiner Kindheit tief verwurzelt. Ich habe hier in allen Jugendmannschaften gespielt, bis hin zur ersten Mannschaft. Das Wiedersehen mit so vielen Menschen, die ich kenne, wie zum Beispiel Cao Ortelli – der mein Trainer bei den U16 war und jetzt an meiner Seite arbeitet –, ist etwas Aussergewöhnliches, eine grosse Ehre.“
Nach seiner langen Zeit bei Basel bringt Vailati eine Methodik und Vision mit nach Cornaredo, die er durch jahrelange Arbeit in verschiedenen Umgebungen verfeinert hat. „Ich habe das Gefühl, dass ich das Tessin mit einer kleinen Tasche verlassen habe und mit einem Koffer voller Erfahrungen zurückgekehrt bin. Ich hatte das Glück, verschiedene Umgebungen in der französisch- und deutschsprachigen Schweiz kennenzulernen, und nun möchte ich alles, was ich gelernt habe, in den Dienst von Lugano stellen.“
In seiner täglichen Arbeit steht der menschliche Aspekt weiterhin im Mittelpunkt. „Für mich ist es entscheidend, ein ruhiges Umfeld zu schaffen, mit motivierten und disziplinierten Jungs. Die Freude am Spiel auf dem Platz entsteht durch die Qualität der Arbeit: Wenn man gut arbeitet, hat man auch Spass.“
Heute, mehr als zwanzig Jahre nachdem jener junge Torhüter Cornaredo verlassen hat, um nördlich des Gotthardpasses Karriere zu machen, fühlt sich Vailati wie ein reifer Mann und Profi: „Ich habe mich sehr verändert. Ich habe viel Erfahrung gesammelt und versuche, das Beste daraus zu machen, indem ich alles in den Dienst der Mannschaft stelle. Im Fussball wie im Leben wächst man an seinen Fehlern: Ich habe sie auch gemacht, aber sie waren Teil meines Weges. Jetzt versuche ich, den Jungs weiterzugeben, was ich gelernt habe, in dem Wissen, dass auch sie Fehler machen müssen, um sich zu verbessern.“
Zum Schluss noch ein Gedanke an die Fans: „Es war toll, so viele bekannte Gesichter im Stadion zu sehen. Ich hoffe, dass immer mehr Menschen ins Cornaredo kommen: Dem Verein geht es gut, es herrscht Begeisterung, es sind viele Familien und Kinder da. Der zwölfte Mann macht immer den Unterschied, je mehr wir also sind, desto besser.“
SEHEN SIE SICH DAS GANZE INTERVIEW MIT GERMANO VAILATI AN 👇
