Seit zehn Jahren ist er eine diskrete, aber ständige Präsenz in der Umkleidekabine der Bianconeri. Vittorio Bruni Prenestino – allen einfach als «Vito» bekannt – ist Masseur der ersten Mannschaft des FC Lugano, eine Persönlichkeit, die im Laufe der Zeit viel mehr geworden ist als nur ein Fachmann im Dienste der Spieler: Er ist ein täglicher Bezugspunkt, der Fachwissen, Zuhörvermögen und grosse Menschlichkeit vereint.
Am 24. Januar, vor dem Spiel gegen den FC Winterthur in Cornaredo, wollte der Verein diesen Meilenstein feiern und Vito für seine zehnjährige Tätigkeit in Schwarz-Weiss belohnen. Es war ein besonderer Moment vor heimischem Publikum und voller Bedeutung für jemanden wie ihn, der jeden Tag in der Umkleidekabine fernab vom Rampenlicht verbringt. „Es war
sehr befriedigend“, sagt er, „denn nach zehn Jahren Arbeit für den FC Lugano ist es immer schön, belohnt zu werden.“
Rückblickend beschreibt Bruni seine Reise mit Einfachheit und dem Lächeln eines Menschen, der eine intensive Erfahrung gemacht hat. „Es waren zehn sehr schnelle, sehr angenehme Jahre, mit grosser Zufriedenheit und wichtigen Zielen, die wir gemeinsam mit dem Team erreicht haben.“
Zu seinen lebhaftesten Erinnerungen an seine Anfänge bei Juventus gehört die Begegnung mit einem der bekanntesten Trainer von Lugano. „Der erste Arbeitstag war ziemlich angespannt“, sagt er, „denn ich kam in eine neue Welt und stand plötzlich jemandem wie Zeman gegenüber, den ich bisher nur aus Zeitungen oder dem Fernsehen kannte.“ Die anfängliche Anspannung hielt jedoch nicht lange an: „Er ist ein wunderbarer Mensch und hat mir sofort meine Nervosität genommen.“
Im Laufe der Jahre hat Bruni mit mehreren Trainern zusammengearbeitet und dabei stets gute Arbeitsbeziehungen aufgebaut. Zu ihnen gehört auch sein derzeitiger Trainer Mattia Croci-Torti, den er schon seit langem kennt. „Ich habe ihn vor fünfzehn Jahren kennengelernt, als er noch Spieler in Chiasso war. Dann traf ich ihn hier wieder, zuerst als Assistent und dann als Trainer. Wir haben eine wunderbare Freundschaft: Ich unterstütze ihn und er unterstützt mich.“
Während es seine Aufgabe ist, sich um die Spieler aus körperlicher Sicht zu kümmern, geht die Beziehung, die sich in der Umkleidekabine entwickelt, oft über den professionellen Aspekt hinaus. „Ich versuche immer, mit allen gut auszukommen und mit allen befreundet zu sein“, erklärt er. Der Massagetisch wird so auch zu einem Ort des Dialogs, an dem sich die Spieler gegenseitig anvertrauen und Gedanken und Erfahrungen austauschen. „Viele sind weit weg von zu Hause und brauchen auch jemanden, der ihnen zuhört.“ Es ist kein Zufall, dass sich im Laufe der Zeit zu einigen von ihnen, wie Fabio Daprelà, Mattia Bottani und Jonathan Sabbatini, eine echte Freundschaft entwickelt hat.
Hinter dem Masseur der ersten Mannschaft steht eine Persönlichkeit, die Tag für Tag mit Professionalität, Diskretion und grosser Menschlichkeit zum Leben in der Umkleidekabine beiträgt. Es ist eine Rolle, die oft weit weg vom Rampenlicht ist, aber für den Alltag der Mannschaft von grundlegender Bedeutung ist.
