Der Weg des FC Lugano in der UEFA Conference League führt weiter in die AIL Arena. Am Donnerstag, dem 6. August, um 20:30 Uhr empfangen die Bianconeri NSÍ Runavík zum Hinspiel der dritten Qualifikationsrunde. Nach dem Comeback-Sieg am Sonntag gegen Grasshopper CZ und vier Siegen in den ersten vier Saisonspielen bereitet sich die Mannschaft auf ein neues Spiel vor – in einer Phase, in der alle drei Tage ein Spiel ansteht.
DER GEGNER Der 1957
gegründete NSÍ aus Runavík auf der Insel Eysturoy gewann 2007 die färöische Meisterschaft sowie drei nationale Pokaltitel in den Jahren 1986, 2002 und 2017. Die gelb-schwarze Mannschaft wird vom Isländer Sigurður Ragnar Eyjólfsson trainiert und geht mitten in ihrer heimischen Saison in diese Begegnung: Nach 17 von 27 Spieltagen der Betri Deildin liegt sie punktgleich mit KÍ Klaksvík auf dem ersten Platz.
Der europäische Weg der Färöer in dieser Vorrunde ist bereits der beste in der Vereinsgeschichte. In der ersten Runde schalteten sie die maltesischen Ħamrun Spartans aus, indem sie zu Hause ein 1:1-Unentschieden erzielten und auswärts mit 2:1 gewannen. In der folgenden Runde gelang es ihnen, die 0:2-Heimniederlage gegen den FC Koper wettzumachen: Der 3:1-Erfolg in Slowenien nach Verlängerung führte zum Elfmeterschiessen, in dem sich der NSÍ mit 4:3 durchsetzte.
DEMUT UND RESPEKT
Am Vortag stellten Mattia Croci-Torti und Uran Bislimi das Spiel auf einer Pressekonferenz vor und gingen dabei vor allem auf die Qualitäten und die Stärke des Gegners ein.
Ein Werdegang, der Croci-Torti Aufmerksamkeit erregte: „Nach dem Ergebnis des Hinspiels gingen fast alle davon aus, dass sich Koper qualifizieren würde. Runavík hat hingegen gezeigt, dass es seine Grenzen sehr gut kennt, sich aber auch bewusst ist, was es kann. Es ist eine Mannschaft, die bei Standardsituationen stark ist, geduldig verteidigen und Konter setzen kann. Ein 3:1-Sieg in Koper zeugt von grossem Charakter.“
Die Einstufung als semiprofessionelle Mannschaft ändert nichts an der Herangehensweise der bianconeri an das Hin- und Rückspiel. Der Trainer erinnerte an die Schwierigkeiten, die man bereits in der vorherigen Runde gegen KF Dukagjini hatte, und an die Notwendigkeit, den Hauptstärken des Gegners keinen Raum zu lassen: „Sie sind gut organisiert und gross, und wir müssen bei Standardsituationen besonders aufmerksam sein. Sie können sich auf eine tiefe Verteidigung einlassen und sind gefährlich, wenn sie Konter starten können. Sie kommen nicht einfach so nach Lugano: Sie werden versuchen, die Räume zu schliessen und die Chancen zu nutzen, die sie sich erspielen können. Von unserer Seite aus muss es grosse Bescheidenheit, Aufmerksamkeit und Respekt gegenüber dem Gegner geben.“
BISLIMI: „MÜDIGKEIT IST KEINE AUSREDE“
Zu den Spielern, die zu Beginn dieser Saison am häufigsten zum Einsatz gekommen sind, gehört Uran Bislimi. Der Mittelfeldspieler schloss aus, dass die dichte Spielfolge in dieser Phase ein Problem darstelle: „Ich fühle mich gut. Wir stehen noch am Anfang der Saison und haben erst vier Spiele bestritten. Es ist normal, auf diesem Niveau Ermüdungserscheinungen zu spüren, aber das darf keine Ausrede sein.“
Bislimi analysierte anschliessend die Fortschritte, die die Mannschaft in den ersten Wochen gezeigt hat: „Wir fühlen uns besser und haben das Zeug dazu, vier Spiele in Folge zu gewinnen, wie wir bewiesen haben. Wir stehen jedoch erst am Anfang der Saison und wollen dort weitermachen, wo wir angefangen haben.“
DER VERLETZUNGSBERICHT Auf der medizinischen
Seite gibt es lediglich eine negative Meldung: Ezgjan Alioski hat sich am Ende des Spiels gegen den Grasshopper Club Zürich eine Verletzung am linken Beugemuskel zugezogen. Die Dauer seiner Genesung wird in den nächsten Tagen abgeschätzt.

