Nach der Niederlage gegen St. Gallen analysierte Mattia Croci-Torti in der Pressekonferenz ein Spiel, das sein Lugano über weite Strecken mit Aufmerksamkeit und Persönlichkeit interpretierte. Der Techniker betonte, dass die Herangehensweise die richtige gewesen sei und die Mannschaft bis zum Gegentreffer der Gäste den Grün-Weißen wenig entgegengesetzt habe. "Wir sind konzentriert und kompakt aufgetreten und haben St. Gallen wenig überlassen", erklärte er und erinnerte daran, dass die Gegner tief standen und vor allem auf die zweiten Bälle gespielt haben.
Am meisten bedauerte er, dass er vor dem 1:1 von Boukhalfa nicht das Double gefunden hatte. "Es tut weh, dass wir nicht 2:0 in Führung gehen konnten, als wir die Chance dazu hatten", sagte der Trainer und wies darauf hin, dass St. Gallen dann zweimal mit Spielern von großer Erfahrung und Qualität zuschlug. Trotzdem war Croci-Torti mit der allgemeinen Einstellung zufrieden: "Wir haben kein schlechtes Spiel gemacht. Wir bedauern natürlich, dass wir nicht wenigstens einen Punkt mit nach Hause genommen haben, ich denke, wir hätten ihn verdient".
DIE WAHLEN, DIE EINZELNEN SPIELER UND DIE OFFENSIVEN LÖSUNGEN
Der Trainer erläuterte dann die Schwierigkeiten der letzten halben Stunde, die von einer Reihe von körperlichen Problemen geprägt war: Mai ging mit starken Magenschmerzen vom Platz, Belhaj erkrankte vor dem Spiel und im Finale spielte auch El Wafi mit offensichtlichen Schmerzen nach einem auf dem Spielfeld erlittenen Schlag. "Wir waren praktisch nur noch zu zehnt", gab er zu und wies darauf hin, wie sehr dies die Schlussoffensive der Bianconeri benachteiligte.
Croci-Torti verteidigte die Wahl der Formation, die auf dem Wunsch beruhte, so wenig wie möglich an dem zu ändern, was in Thun zu sehen war: "Ich habe nur die beiden Stürmer ausgewechselt, weil ich wusste, dass Koutsias und Cassano uns so viel geben können". Gerade das Tor des Griechen war einer der positivsten Punkte des Abends: "Er ist ein sehr guter Spieler, das wissen wir. Er hat Qualität und ist wieder in Form.
Der Trainer lobte auch die Leistung von Doumbia ("Er hat ein gutes Spiel gemacht, ich hatte nie Zweifel an ihm") und erklärte, dass der Doppelstürmer im Moment nur in bestimmten Situationen eine brauchbare Lösung sei: "Um mit zwei Stürmern zu spielen, bevorzuge ich oft eine Dreierabwehr, aber heute hatten wir keine guten Alternativen. Es gibt Wege und Dynamiken, an denen wir arbeiten müssen".
LOOKING AHEAD
Abschließend betonte Croci-Torti noch einmal, dass die Leistung trotz des Ergebnisses nicht geschmälert werden sollte: "Sie haben zwei tolle Tore geschossen. St. Gallen ist eine starke Mannschaft, die dafür gebaut ist, ganz oben mitzuspielen. Für Lugano geht der Gedanke bereits an die Herausforderung vom Samstag gegen Sion, um den unterbrochenen Marsch fortzusetzen.
