Der FC Lugano besiegt Grasshopper im Letzigrund mit 4:1 und dreht damit in der zweiten Halbzeit den Rückstand aus einer schwierigen ersten Halbzeit. Nach dem Spiel hebt Mattia Croci-Torti vor allem die Reaktion der Mannschaft hervor, die nach der Pause wieder zu ihrer Qualität, Konzentration und Kampfkraft zurückfand.
DIE REAKTION NACH DER PAUSE
Der Trainer der Bianconeri räumt die Schwierigkeiten in der ersten Spielhälfte ein, in der der FC Lugano unter anderem aufgrund der Wetterbedingungen Mühe hatte, sein Spiel durchzusetzen: „Wir haben es nicht geschafft, so ins Spiel zu kommen, wie wir es uns vorgenommen hatten, und unseren Rhythmus zu finden. Es ist heute sehr heiss, und auch ich hatte Mühe, die Mannschaft von der Seitenlinie aus zu führen – etwas, das mir selten passiert. Wir sind nur dann stärker als Grasshopper, wenn es uns gelingt, unsere Qualitäten auf dem Platz zu zeigen: Wenn diese nicht zum Vorschein kommen, wird es schwer, und es kommt zu ersten Halbzeiten wie der heutigen.“
Trotz des Rückstands bewahrt Croci-Torti in der Halbzeitpause die Ruhe und fordert seine Mannschaft zu einer Leistung auf, die ihrem Potenzial besser entspricht: „Das sind Spiele, die ich nach einem Spiel unter der Woche schon oft gesehen habe. In der Halbzeitpause bleibe ich ganz gelassen und sage der Mannschaft einfach, dass das nicht die Qualität ist, die wir brauchen und die ich kenne. Wenn wir gemeinsam mit den anderen ganz oben bleiben wollen, müssen wir anfangen, sie zu zeigen.“
Die Antwort kommt sofort nach der Pause, in der die Bianconeri vier Tore erzielen und die Aufholjagd vollenden: „Wir sind mit einer anderen Einstellung und einer anderen Konzentration wieder auf den Platz zurückgekehrt. Abgesehen vom Beitrag der Ersatzbank muss ich allen ein Kompliment machen, denn in der zweiten Halbzeit hat man ein schönes Lugano gesehen.“
DER BEITRAG DER ERSATZSPIELER
Zu den entscheidenden Aspekten des Spiels zählt der Beitrag der Spieler, die im Laufe der Partie eingewechselt wurden. Cimignani erzielte einen Doppelpack, Pihlström erzielte sein erstes Tor im Trikot der „Bianconeri“ und Behrens verstärkte die Offensivkraft der Mannschaft: „Die Ersatzbank war wichtig, aber sie allein macht nicht den Unterschied aus. Wir müssen die Mannschaft rotieren lassen, um im entscheidenden Moment frischere Spieler auf dem Platz zu haben. Heute habe ich mich entschieden, ohne Behrens zu beginnen, und in der zweiten Halbzeit hat auch er uns das gewisse Etwas gegeben, das wir brauchen.“
Croci-Torti geht auch auf Dereck Moncada ein, der den zwischenzeitlichen Ausgleich und sein erstes Tor im Trikot des FC Lugano erzielte: „In der ersten Halbzeit habe ich Moncada auf einer Position spielen lassen, die nicht seine ist, und das sieht man, denn er kann sich nicht so entfalten, wie ich es mir wünsche. In der zweiten Halbzeit hat er auf seiner Position hingegen genau das umgesetzt, was ich von ihm verlange.“
AUTOMATISMEN UND MENTALITÄT
Die Offensivleistung der letzten Spiele bestätigt laut Croci-Torti die Verbesserung der Automatismen und den Willen der gesamten Mannschaft, sich am Spielaufbau zu beteiligen: „Die Automatismen sind ziemlich klar. Auch heute muss ich das System nicht ändern, sondern nur einige Spieler austauschen. Die Mentalität stimmt, und alle wollen auch in der Offensive eine aktive Rolle spielen: Das ist eine Eigenschaft, die ich immer mehr schätze.“
Die Anzahl der aufgestellten Stürmer ist daher nicht das entscheidende Element, um gefährlich zu werden: „Es ist nicht die Anzahl der Stürmer, die den Unterschied ausmacht. Auch wer weiter hinten spielt, muss das richtige Timing haben, um sich einzuschalten und Tempo zu bringen, aber um das zu schaffen, braucht es Training.“
Mit diesen Worten von Croci-Torti geht der FC Lugano in das nächste Spiel: Am Donnerstag um 20:30 Uhr empfangen die Bianconeri den NSÍ Runavík in der AIL Arena zum Hinspiel der dritten Qualifikationsrunde der UEFA Conference League.
