Der Erfolg in der Stockhorn Arena war für Lugano der perfekte Start in die Championship Group. An einem Abend voller Spannung, an dem Thun kurz davor stand, den ersten Titel seiner Vereinsgeschichte zu feiern, erzielten die Bianconeri in der 97. Minute durch einen von Ezgjan Alioski verwandelten Elfmeter den entscheidenden Treffer. Nach dem Spiel analysierte Mattia Croci-Torti den Erfolg seiner Mannschaft.
Der erste Gedanke des Trainers galt Alioski, der in einem Moment enormen Drucks vom Elfmeterpunkt aus zum Helden avancierte: „Als ich ihn am Elfmeterpunkt sah, dachte ich an den Elfmeter, den er zu Beginn der Saison gegen Celje verwandelt hatte. Dass er den Ball genommen hat, liegt daran, dass er sich dazu in der Lage fühlte.“ Croci-Torti hob dann die Persönlichkeit des Spielers hervor, der sein erstes Ligator seit seiner Rückkehr zu den bianconeri erzielte: „Alioski ist ein Spieler mit grosser Persönlichkeit, der gekommen ist, um den Unterschied zu machen. Sicherlich ist in dieser Saison etwas schiefgelaufen, aber in den letzten Tagen hat er mir gezeigt, dass er den grossen Willen hat, sich einen Platz als Protagonist zu sichern.“
Nach dem Spiel unterhielt sich der Trainer dann mit Mauro Lustrinelli, dem er die grossartige Arbeit an der Spitze von Thun anerkannte: „Ich habe ihm gesagt, dass er sehr gut war. Wenn man als Kollege sieht, wie eine andere Mannschaft das leistet, was Thun dieses Jahr geleistet hat, kann man nur den Hut ziehen und grosses Lob aussprechen.“ Eine aufrichtige Anerkennung, die auch mit der Atmosphäre in der Stockhorn Arena zusammenhängt: „Die Energie, die in diesem Stadion zu spüren war, ist sein Verdienst, denn er hat es geschafft, rund um die Mannschaft jede Menge Emotionen zu wecken.“
Genau aus diesem Grund kommt der Reaktion von Lugano eine grosse Bedeutung zu. Die Mannschaft hat es geschafft, einen schwierigen Abend in einer von Begeisterung geprägten Atmosphäre zu meistern und bis zur letzten Minute Charakter und Klarheit zu zeigen. «Ich hatte nicht vor, irgendjemandem die Party zu verderben», erklärte Croci-Torti. «Ich wollte zeigen, dass meine Mannschaft zum dritten Mal in Folge eine so starke Mannschaft schlagen kann.»
Der Sieg in Thun ist somit ein wichtiges Signal im Kampf um die Europa-Plätze, doch die Botschaft des Trainers richtet sich weiterhin auf den noch vor uns liegenden Weg. «Wir müssen versuchen, so viele Spiele wie möglich zu gewinnen. Es ist sinnlos, jetzt schon zu rechnen. Unsere einzige Aufgabe ist es jetzt, konzentriert zu bleiben.»
Abschliessend richtete Croci-Torti im Hinblick auf die nächsten beiden Heimspiele auch einen Appell an die Fans der bianconeri: „Ich erwarte ein Cornaredo voller Begeisterung, das dieser Mannschaft hilft, das zu erreichen, worauf wir hinarbeiten.“
