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GEGEN ST. GALLEN EINE WICHTIGE HERAUSFORDERUNG FÜR DEN KLASSENERHALT
Men's First Team

GEGEN ST. GALLEN EINE WICHTIGE HERAUSFORDERUNG FÜR DEN KLASSENERHALT

8. Mai 2026

Die Brack Super League geht in ihre letzte Woche, und der FC Lugano geht mit der Kraft seiner Ergebnisse, seiner Beständigkeit und einer noch völlig offenen Tabelle in diese Phase. Am Sonntag, dem 10. Mai, um 14:00 Uhr empfangen die Bianconeri den FC St. Gallen 1879 im Cornaredo zum 36. Spieltag, dem dritten der Championship Group, zu einem direkten Duell, das im Kampf um die europäischen Plätze von grosser Bedeutung ist.

Die jüngste Entwicklung der Mannschaft von Mattia Croci-Torti zeugt von einer soliden und beständigen Form. Nach dem Auswärtssieg beim FC Thun, der durch einen Elfmeter von Alioski in der Nachspielzeit entschieden wurde, folgte auch das 1:0 gegen den BSC Young Boys, das Renato Steffen in der Schlussphase erzielte. Zwei Siege, die sich im Verlauf unterschieden, aber im Charakter ähnlich waren: Beide entstanden in ausgeglichenen Spielen und wurden ohne Gegentor abgeschlossen. Eine Beständigkeit, die den bianconeri vier Siege in Folge bescherte, alle mit 1:0, und damit eine positive Serie fortsetzte, die die Geschlossenheit der Mannschaft im wichtigsten Moment der Saison bestätigte.

Gerade die Tabelle macht die Partie am Sonntag noch bedeutender. Lugano und St. Gallen gehen nämlich punktgleich in das direkte Duell, wobei die Biancoverdi derzeit dank der Tordifferenz (+8) vorne liegen. Hinter ihnen liegt der FC Sion, der Gegner in sechs Tagen, weiterhin fünf Punkte zurück, in einem Saisonfinale, in dem jedes Spiel entscheidend ist.

Die erste Hürde bis zum Saisonende ist jedoch eine Mannschaft, die Croci-Torti gut kennt und die Lugano in dieser Saison noch nicht besiegen konnte. In den drei bisherigen Begegnungen gab es zwei Niederlagen und ein Unentschieden, das letzte davon Mitte März im kybunpark, nachdem das ursprünglich wenige Tage zuvor geplante Spiel wegen Schneefalls verschoben worden war. Auch das erste Aufeinandertreffen in Cornaredo war vom schlechten Wetter geprägt, mit einer Unterbrechung wegen Regens und der anschliessenden Nachholpartie. Ein besonderes Duell also, auch aufgrund dessen, wie es sich im Laufe der Saison entwickelt hat.

CROCI-TORTI: «UM ST. GALLEN ZU SCHLAGEN, BRAUCHT ES EINEN ZUSÄTZLICHEN SCHRITT»«St
. Gallen ist eine Mannschaft mit starken Werten, die hartnäckig ist, nicht aufgibt und mit grosser Intensität spielt», erklärte Croci-Torti auf der Pressekonferenz. «Wir respektieren sie sehr. Es ist eine Mannschaft, die an der Spitze des Schweizer Fussballs steht, so wie wir es seit Jahren tun, und wir müssen noch einen Schritt weiter gehen, um sie zu schlagen, denn dieses Jahr ist es uns noch nicht gelungen, sie zu besiegen.»

Die Biancoverdi kommen nach Cornaredo nach der Niederlage gegen Sion, einem Ergebnis, das den Titel rechnerisch an den FC Thun übergab und eine lange Erfolgsserie unterbrach. Vor diesem Ausrutscher hatte die Mannschaft von Enrico Maassen seit Januar nicht mehr verloren und eine zweite Saisonhälfte mit grosser Konstanz hingelegt, was auch durch den Verlauf im Schweizer Cup bestätigt wurde. Das Finale gegen den FC Stade-Lausanne-Ouchy steht in zwei Wochen auf dem Programm, doch laut Croci-Torti wird dies die Herangehensweise der Gegner an die Partie am Sonntag nicht ändern.

«Wenn man ein Cup-Finale bestreitet, ist da schon ein Gedanke im Kopf», bemerkte der Trainer der bianconeri. «Doch nach dem letzten Ergebnis ist St. Gallen wieder im Kampf um Europa dabei und kann es sich nicht leisten, nur auf das Finale zu spekulieren. Wir sollten nicht mit einem St. Gallen rechnen, dessen Gedanken woanders sind: Es wird eine Mannschaft sein, die das Europa-Ziel so schnell wie möglich unter Dach und Fach bringen will.»

In einem so ausgeglichenen Spiel kann der Ausschlag dann auf Details liegen. Croci-Torti hat dies deutlich unterstrichen und die positive Phase der Bianconeri nicht nur mit der Organisation, sondern auch mit der mentalen Komponente in Verbindung gebracht, die die letzten Leistungen begleitet hat. «Oft machen Organisation, Disziplin und Details den Unterschied, aber was das Gleichgewicht verschiebt, ist immer der mentale Aspekt, der Hunger. In dieser Phase zeigen wir, dass wir hungriger sind als der Gegner, und so muss es auch am Sonntag sein. Wir spielen beide um Europa, also werden wir den gleichen Hunger haben, aber wir müssen noch einen Schritt weiter gehen.»

ZANOTTI: «FÜR MICH EIN BESONDERES SPIEL, ABER WAS ZÄHLT, SIND DIE DREI PUNKTE»
Es wird auch für Mattia Zanotti ein besonderes Spiel sein, den ehemaligen Spieler der Biancoverdi und heutigen Leistungsträger der bianconeri. Der Verteidiger hat in St. Gallen eine wichtige Etappe seiner Entwicklung durchlaufen und trifft am Sonntag auf eine Mannschaft und ein Umfeld, denen er nach wie vor verbunden ist, auch wenn er sich voll und ganz auf das Ziel von Lugano konzentriert.

«Es ist immer ein besonderes Spiel», sagte Zanotti. «Dort habe ich Freunde, die mir immer am Herzen liegen werden. Aber ich lasse mich nicht von meinen Emotionen leiten: Ich denke nur daran, dass wir versuchen müssen, die drei Punkte mit nach Hause zu nehmen, denn sie wären entscheidend.»

Drei wichtige Punkte für die Tabelle und für das Saisonfinale der Bianconeri, in einem Spiel, das auch für das heimische Publikum eine besondere Bedeutung haben wird: Es ist nämlich das vorletzte Spiel in der Geschichte von Cornaredo vor dem endgültigen Umzug in die AIL Arena. Ein Wechsel, der einem ohnehin schon wichtigen Spiel für die Gegenwart unweigerlich zusätzliche Spannung verleiht, in dem Mannschaft und Fans gemeinsam einen der letzten grossen Sonntage in der historischen Bianconeri-Anlage erleben können.

„Wir hoffen, dass Cornaredo am Sonntag zahlreich erscheint und uns unterstützt“, schloss Croci-Torti. Denn in einem solchen Spiel, in dem jedes Detail eine Rolle spielen kann, kann auch der Rückhalt des Publikums entscheidend sein.

 

VERLETZTE SPIELER
Die Rehabilitationsprogramme von Martim Marques (Innenmeniskus) und Daniel Dos Santos (Knöchelverstauchung) verlaufen planmäßig.