Nach der Länderspielpause kehrt der FC Lugano am Samstag, dem 4. April, um 18.00 Uhr im Cornaredo gegen den FC Thun, den aktuellen Tabellenführer der Brack Super League, auf den Platz zurück. Für die Bianconeri ist dies die Rückkehr vor heimischem Publikum fast einen Monat nach ihrem letzten Heimspiel am 7. März gegen Luzern.
Seitdem bestritt die Mannschaft von Mattia Croci-Torti zwei alles andere als einfache Auswärtsspiele und sicherte sich zwei Unentschieden gegen die direkten Konkurrenten FC St. Gallen und BSC Young Boys. Dank dieser Ergebnisse bleibt Lugano weiterhin fest im Rennen um die Tabellenspitze: Die Bianconeri liegen derzeit auf dem vierten Platz, nur einen Punkt hinter dem FC Basel und fünf hinter St. Gallen, mit dem Ziel, in den letzten sieben Spielen der Saison bis zum Schluss alles zu geben.
Allerdings kommt ein Team nach Cornaredo, das bislang eine beeindruckende Form gezeigt hat. Mauro Lustrinellis Thun ist nun auf dem besten Weg, seinen ersten Schweizer Meistertitel überhaupt zu gewinnen, dank einer Saison, die auf grosser Konstanz basiert, mit nur sechs Niederlagen bei 23 Siegen und zwei Unentschieden. Diese Zahlen verdeutlichen die Qualität der Berner Mannschaft, die zwar gerade eine Niederlage hinter sich hat – erlitten in der letzten Runde gegen den FC Zürich –, aber bisher die Protagonisten einer erstklassigen Saison waren.
Gleichzeitig weiss der FC Lugano, dass er selbst dem Tabellenführer Probleme bereiten kann. Die Bianconeri gehören neben Basel und St. Gallen zu den wenigen Mannschaften, die in dieser Saison in der Stockhorn Arena gewinnen konnten.
CROCI-TORTI: „THUN HAT ES VERDIENT, AN DER TABELLENSPITZE ZU STEHEN, ABER WIR SIND EINE STARKE MANNSCHAFT“ Bei der
Pressekonferenz vor dem Spiel betonte Mattia Croci-Torti zunächst, dass Lugano nach zwei schweren Auswärtsspielen in diese Partie geht, wobei es dennoch ermutigende Anzeichen gebe: „Wir haben zwei schwierige Spiele hinter uns, gegen St. Gallen und Bern, in denen es uns gelungen ist, Comebacks zu schaffen und positive Ergebnisse auf Plätzen zu erzielen, auf denen wir uns immer schwer tun.“ Ein Aspekt, der laut dem Trainer der Bianconeri auch in der Schlussphase eine wichtige Rolle gespielt hat: „Wir haben es geschafft, die vor uns liegenden Teams nicht davonziehen zu lassen, was für uns entscheidend war, damit wir mit noch allen Chancen in die letzten sieben Spiele gehen können.“ Daher auch der Ton, mit dem die Mannschaft in die Pause ging und sich auf das Spiel gegen Thun vorbereitete: „Die beiden Wörter, die ich in den letzten Wochen am häufigsten verwendet habe, waren ‚glauben‘ und ‚sich auf das Ziel konzentrieren‘.“ Eine klare Mahnung, begleitet von einem weiteren Konzept, das nachdrücklich bekräftigt wurde: „Wir können es uns wirklich nicht leisten, unvorbereitet erwischt zu werden.“
Croci-Torti hob auch die besondere Bedeutung der letzten Spiele im historischen Heimstadion der Bianconeri hervor: „Ich bin mir sehr wohl bewusst, dass dies die letzten vier Spiele im Cornaredo sind. Wir müssen Respekt und Stolz für das Trikot zeigen, das wir tragen, sowie für das Stadion und die Stadt, die uns beherbergen.“
Als er dann über den Gegner sprach, würdigte der Trainer offen die Qualität von Thun und die Leistungen der Mannschaft in der Liga: „Thun hat sich den Tabellenplatz redlich verdient“ und weiter: „Wir waren einfach nicht auf ihrem Niveau. Der deutliche Punkteabstand beweist das.“ Gleichzeitig bekräftigte er jedoch sein Vertrauen in seine Spieler und deren Herangehensweise an das Spiel im Cornaredo: „Morgen werden wir ihnen ohne jegliche Angst gegenübertreten; es gibt nur grossen Respekt. Wir werden spielen, um das Spiel zu gewinnen. Ihr Tabellenplatz ist wohlverdient, aber ich bin absolut sicher, dass wir eine stärkere Mannschaft sind als sie, und morgen werden wir versuchen, das zu beweisen.“
PAPADOPOULOS: „JETZT GEHT ES UM ALLES ODER NICHTS“
An der Seite des Trainers stand Antonios Papadopoulos, der die Einstellung der Mannschaft kurz vor Saisonende deutlich bekräftigte. Der Verteidiger der Bianconeri zeigte sich überzeugt, dass Lugano die Chance hat, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen: „Es liegt in unseren Händen. Der Trainerstab bereitet uns sehr gut vor. Wir trainieren mit vollem Einsatz, daher liegt es an uns, ob wir uns für Europa qualifizieren oder nicht. Das Ziel muss ganz klar sein, jedes Spiel zu gewinnen.“
Der Innenverteidiger weitete die Diskussion dann auf den Wert aus, den das Erreichen des europäischen Ziels für alle hätte, ohne jedoch den Fokus auf die Gegenwart zu verlieren: „Natürlich hilft es jedem, ob wir in Europa spielen oder nicht: Es hilft mir, es hilft dem Trainer, es hilft den Spielern, die vielleicht etwas weniger zum Einsatz kommen. Jeder will in Europa spielen, das ist klar.“ Gleichzeitig betonte er jedoch, dass man dabei nicht zu weit vorausdenken dürfe: „Ich glaube nicht, dass wir schon jetzt darauf schauen sollten, was die nächste Saison bringt. Es ist entscheidend, sich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren; das ist das Wichtigste.“
BEHRENS AUF DEM WEG DER BESSERUNG, VON BALLMOOS FÄLLT AUS
Nachuntersuchungen bei Kevin Behrens Anfang dieser Woche haben eine deutliche Besserung bestätigt, und der Stürmer wird nächste Woche wieder zum Kader stossen. Während der Trainingseinheit am Donnerstag verspürte David von Ballmoos jedoch erneut Schmerzen im rechten Adduktorenbereich; sein Fitnesszustand wird in den kommenden Tagen beurteilt und entsprechend behandelt.
