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11 MAL CORNAREDO: MARIĆ UND SABBATINI ERLEBEN LUGANO-LUZERN NEU
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11 MAL CORNAREDO: MARIĆ UND SABBATINI ERLEBEN LUGANO-LUZERN NEU

6. Mai 2026

Seit heute ist die fünfte Folge von „11 volte Cornaredo“ online, der Rubrik, in der der FC Lugano einige der bedeutendsten Abende im historischen Stadion der Bianconeri Revue passieren lässt. Die Protagonisten der neuen Folge sind Mijat Marić und Johnatan Sabbatini, die in ihren Erinnerungen an den 21. April 2022 zurückblicken, als Lugano im Halbfinale des Schweizer Cups nach einer Nacht voller Spannung, Wendungen und Freude Luzern besiegte. Dieser Sieg ebnete dann den Weg für den Erfolg in Bern gegen St. Gallen und brachte den Cup nach fast dreissig Jahren zurück ins Tessin.

In den Erzählungen der beiden ehemaligen bianconeri wird sofort die emotionale Bedeutung dieses Abends deutlich. Marić beschreibt ihn als einen Moment zwischen Schmerz, Druck und dem Wunsch, seine Karriere auf die bestmögliche Weise zu beenden. Der ehemalige Verteidiger der bianconeri ging nicht in Bestform in das Halbfinale, entschied sich jedoch gemeinsam mit dem Trainerstab, die Zähne zusammenzubeissen und trotzdem auf den Platz zu gehen – in einer Atmosphäre, die er selbst als unglaublich in Erinnerung hat, mit einem vollbesetzten Cornaredo und einem Feuerwerk als Kulisse. Sabbatini hingegen erlebte diesen Abend von der Tribüne aus, eine für ihn ungewohnte und schwierige Situation, die aber nicht weniger intensiv war. Als unfreiwilliger Zuschauer erzählt er, dass er in den entscheidenden Momenten Angst hatte, obwohl er bis zum Schluss fest an seine Mitspieler und an das glaubte, was die Mannschaft aufbaute.

Zu den eindrucksvollsten Momenten der Folge gehört natürlich die Erinnerung an die Elfmeterserie. Marić, der an jenem Abend körperlich bereits am Limit war, lässt den Moment noch einmal Revue passieren, als er einen der wichtigsten Elfmeter seiner Karriere schoss und zusehen musste, wie der Ball an die Latte prallte.

Im Gespräch zwischen den beiden Protagonisten kommt auch der menschliche Wert dieser Mannschaft zum Vorschein. Sabbatini betont, wie sehr diese Mannschaft nicht nur auf dem Platz, sondern auch ausserhalb davon zusammenhielt, während Marić offen von einer Gruppe „echter Menschen“ spricht, die durch dasselbe Ziel und den Willen vereint waren, einen Zyklus auf die bestmögliche Weise abzuschliessen. Es ist kein Zufall, dass dieser Pokal-Lauf in ihrer Lesart auch die Bedeutung eines perfekten Abschlusses für eine Mannschaft annimmt, die bereits wusste, dass sie am Ende eines wichtigen Weges angelangt war.

Neben dem Halbfinale geht es in der Folge unweigerlich auch um das Finale in Bern und die Bedeutung dieses Sieges. Sabbatini, der im Wankdorf die Kapitänsbinde trug, erzählt, dass er die Last und den Stolz gespürt habe, nicht nur sich selbst, sondern auch die Teamkollegen zu vertreten, mit denen er einen langen Weg gemeinsam zurückgelegt hatte. Marić hingegen, der das Finale aufgrund einer Sehnenverletzung, die er sich direkt nach dem Halbfinale zugezogen hatte, von der Seitenlinie aus mitverfolgen musste, erinnert sich bewegt an die erste Umarmung, die er von Sabbatini am Ende des Spiels erhielt.

Was diese Geschichte schliesslich noch bedeutungsvoller macht, ist die Verbindung zu Cornaredo, dem roten Faden der gesamten Rubrik. Für Marić war das Stadion der bianconeri zunächst ein Kindheitstraum und später ein Ziel, das er mit Stolz erreicht hat; für Sabbatini hingegen ist es der Ort, an dem er die schönsten Momente seiner Karriere erlebt hat, sowohl in Siegen als auch in Niederlagen.

Deshalb hat das Halbfinale gegen Luzern, das in diesem Stadion ausgetragen und gewonnen wurde, heute eine noch grössere Bedeutung: Es war nicht nur der entscheidende Schritt in Richtung Pokal, sondern auch einer der letzten grossen Abende, die der Erinnerung an Cornaredo gewidmet werden.

DIE FÜNFTE FOLGE VON „11 VOLTE CORNAREDO“ IST JETZT VERFÜGBAR: