Seit heute ist die sechste Folge von „11 volte Cornaredo“ online, der Rubrik, die einige der bedeutendsten Abende im historischen Stadion der bianconeri wieder aufleben lässt. Protagonist der neuen Folge ist Giuseppe „Pino“ Manfreda, ein Stürmer, der in der Jugendabteilung des Vereins gross geworden ist und bereits mit 17 Jahren in die erste Mannschaft aufstieg. Im Trikot der Bianconeri bestritt er 193 Spiele und erzielte 42 Tore, wodurch er sich als eines der bekanntesten Gesichter seiner Generation etablierte. Im Laufe seiner Karriere spielte Manfreda auch für Sion und Neuchâtel Xamax und gewann 1992 mit den Wallisern den Schweizer Meistertitel.
VON DER AKADEMIE ZUR ERSTMANNSCHAFT
Im Laufe der Folge lässt Manfreda seine Verbindung zum Verein und zu Cornaredo Revue passieren, wobei er ganz am Anfang beginnt. Denn noch vor den Spielen in der ersten Mannschaft gab es den Jungen, der von der Jugendabteilung aus auf diesen Platz blickte und davon träumte, eines Tages dort zu spielen. Deshalb erhält diese Folge einen noch persönlicheren Charakter: Sie enthält nicht nur die Erinnerung an ein grosses Sommerfreundschaftsspiel, sondern auch den Werdegang eines Nachwuchsspielers, der gerade in Cornaredo seinen Traum wahr werden sah.
JUVENTUS IN CORNAREDO
Im Mittelpunkt der Folge steht der Abend des 13. August 1996, als Juventus, frischgebackener Sieger der Champions League 1995/96, nach Cornaredo kam. Das Freundschaftsspiel endete 1:1: Die Turiner gingen in der ersten Halbzeit in Führung, doch in der Schlussphase gelang Bugnard der Ausgleich. Für Manfreda ist es bis heute ein unglaubliches Gefühl, den Champions gegenüberzustehen, die er bis dahin nur im Fernsehen gesehen hatte – ein Gefühl, das, wie er selbst sagt, „unbezahlbar“ ist.
In seiner Erzählung geht es jedoch nicht nur um den Reiz des grossen Gegners. Es geht auch um den Stolz einer Mannschaft, die auf erfolgreiche Spielzeiten zurückblicken konnte, und um eine Gruppe, in der viele junge Talente aus der eigenen Jugend in die erste Mannschaft aufgestiegen waren und vom Luganer Publikum begeistert aufgenommen wurden. Genau aus diesem Grund vermischt sich die Erinnerung an den Abend gegen Juventus mit der an das Tor von Bugnard, das Manfreda als symbolisches Bild einer besonderen Nacht im Gedächtnis geblieben ist.
Doch neben dem Stolz taucht auch der Kontrast eines Jahres wieder auf, das zwischen starken Emotionen und einem bitteren Ende schwankte. Manfreda selbst betont nämlich, wie besonders es sei, heute an dieses prestigeträchtige Unentschieden gegen den Europameister zurückzudenken, wohl wissend, dass diese Saison schliesslich mit dem Abstieg endete. Auch aus dieser Tatsache ergibt sich der Wert dieser Episode: Der Fussball versteht es manchmal, Begeisterung, Stolz und Enttäuschung in ein und derselben Geschichte zu vereinen.
DER ABSCHIED VON CORNAREDO
Was alles zusammenhält, ist einmal mehr Cornaredo, ein Ort, der in Pinos Erinnerung eine zentrale Rolle spielt, zunächst als Fan und später als Spieler. Für ihn bedeutete dieses Stadion das Warten, das Heranwachsen, den Einstieg in die erste Mannschaft und viele Emotionen, die er im schwarz-weissen Trikot erlebt hat. Nicht umsonst ist sein Abschiedsgruss einfach und direkt: „Liebes Cornaredo, danke, dass du mir so viele Emotionen geschenkt hast.“
Sehen Sie sich unten die komplette Folge von „11 volte Cornaredo“ mit Giuseppe ‚Pino‘ Manfreda an.
