Am Abend des 12. November bestritt der FC Lugano im Stadio del Lido ein Freundschaftsspiel gegen den FC Locarno und nutzte damit die Länderspielpause. Rund 500 Zuschauer verfolgten begeistert das lang erwartete Tessiner-Derby, das für spektakuläre Bilder und eine besondere Atmosphäre sorgte. Das Spiel, das den Bianconeri viel Inspiration lieferte, endete mit einem 4:1-Sieg für Lugano.
Die Mannschaft von Mattia Croci-Torti, die gerade einen Erfolg in Basel gefeiert hatte, nutzte das Testspiel, um ihren Spielrhythmus aufrechtzuerhalten und Spielern, die bisher weniger Einsatzzeit hatten oder nach einer Verletzung zurückkehrten, Spielpraxis zu verschaffen. Zu den Neuheiten des Tages gehörten die Rückkehr von Kelvin, der seit Mitte August wegen einer Bizepsverletzung ausgefallen war, und das Debüt von Ahmed Kendouci, einem algerischen Mittelfeldspieler, der nach einer langen Genesungsphase aufgrund eines Schienbeinbruchs endlich wieder auf den Platz zurückkehrte.
Zu Beginn wurde der junge Torhüter Diego Mina (Jahrgang 2005) als Stammtorwart ausgewählt, während Ilija Maslarov, Jahrgang 2007, einen Platz in der Abwehr fand und als linker Außenverteidiger spielte. Es war seine Flanke, die zum Tor von Behrens führte, der nach einer halben Stunde per Kopfball treffen konnte. Locarno, unterstützt von seinen heimischen Fans, glich noch vor der Halbzeitpause durch Faye aus, der eine Unaufmerksamkeit in der Abwehr nach einer Ecke ausnutzte.
In der zweiten Halbzeit änderte Lugano seine Herangehensweise und sein Tempo. Neuzugang Cimignani machte sich sofort bemerkbar und lieferte eine präzise Flanke von rechts, die Brault-Guillard per Kopf zum 2:1 verwandelte.
Im Laufe der Minuten brachte Croci-Torti mehrere U21-Spieler: Ndiaye, Radic, Parente, Raffa und Rafael Frizzi, die alle einen überzeugenden Auftritt hatten. Raffa erzielte das dritte Tor für die Bianconeri, indem er einen kurzen Abpraller des Torhüters nach einem Versuch von Cimignani verwandelte. In den letzten Minuten hatte auch Frizzi seinen persönlichen Glanzmoment, als er nach einer Ecke – erneut von Cimignani – per Kopf zum 4:1 traf und in den Schlussminuten beinahe noch einen zweiten Treffer erzielte, als er den Pfosten traf.
Philstrom, Doumbia und El Wafi spielten die vollen 90 Minuten in einem für die Aufrechterhaltung des Rhythmus, das Ausprobieren neuer taktischer Lösungen und das Testen der körperlichen Verfassung von Spielern, die nach einer Verletzung zurückkehren, nützlichen Abend. Es gab viele positive Anzeichen für Mattia Croci-Torti, der nun die Wochenendpause nutzen kann, bevor er sich auf die Herausforderung gegen Tabellenführer Thun konzentriert, die für Samstag, den 22. November, angesetzt ist.
