Der FC Lugano startet erfolgreich in die Brack Super League 2026/27. Nach dem Erfolg im Europapokal gegen den KF Dukagjini kehren die „bianconeri“ zum ersten Spieltag der Meisterschaft in die AIL Arena zurück und eröffnen auch das neue Schweizer Kapitel in ihrer Heimstätte mit einem Sieg.
Vor 6’949 Zuschauern besiegt die Mannschaft von Mattia Croci-Torti den FC Vaduz mit 2:1 dank der Tore von Antonios Papadopoulos und Lukas Mai in der ersten Halbzeit. Die Gäste verkürzen in der zweiten Halbzeit durch Lutfi Dalipi den Rückstand, doch Lugano hält in der Schlussphase stand und holt die ersten drei Punkte der Saison.
EINS, ZWEI BIANCONERO
Zu Beginn der Partie sorgt Vaduz für die erste grosse Gefahr des Spiels. In der 15. Minute findet Djokic Platz für einen Schuss und trifft den Pfosten, doch Monsberger verpasst es, den Abpraller ins leere Tor zu verwerten. Zwei Minuten später folgt die Antwort der Bianconeri: Grgić spielt einen Pass in den Strafraum auf Steffen, dessen Schuss mit dem linken Fuss von Schaffran, der tief herausgelaufen ist, abgewehrt wird.
Die Gäste bleiben weiterhin gefährlich, und in der 22. Minute setzt sich Djokic erneut durch, dringt in den Strafraum ein, umspielt Bislimi und Papadopoulos und schiesst knapp am Tor vorbei.
Lugano nutzt jedoch seine Chancen, wenn sie sich bieten. In der 29. Minute klärt die Vaduzer Abwehr nach einer Ecke den ersten Ball, doch Lukas Mai bringt ihn mit einem präzisen Kopfball sofort wieder in den Strafraum. Papadopoulos erkennt die Situation, schaltet sich ein und erzielt mit einem Volleyschuss mit dem linken Fuss ein herrliches Tor zum 1:0.
Die Reaktion von Vaduz folgt sofort: Sawadogo flankt von der Aussenbahn, Monsberger kommt per Kopf zum Schuss, doch der Ball geht ganz knapp am Tor vorbei.
In der 37. Minute sind es erneut die „bianconeri“, die eine Standardsituation nutzen. Steffen schlägt die Flanke, und Mai setzt sich per Kopf zum 2:0 durch. Nach der Vorlage für Papadopoulos erzielt der deutsche Verteidiger nun auch selbst ein Tor – sein erstes im Trikot der „bianconeri“ bei seinem 149. Einsatz.
Lugano geht somit mit zwei Toren Vorsprung in die Halbzeitpause. Ein Ergebnis, das durch eine grössere Effizienz im Abschluss erzielt wurde, nachdem Vaduz zu Beginn die Abwehr der „bianconeri“ mehrfach in Bedrängnis gebracht hatte.
DREI LATTENTREFFER UND EIN ROTER KARTON
Die zweite Halbzeit beginnt mit einem offensiv agierenden Lugano und zwei Chancen in Folge für Pihlström, der zu diesem Anlass von Beginn an anstelle von Behrens im Sturm aufgestellt wurde. Zunächst versucht es der Schwede mit einem Rechtsschuss aus der Distanz, der Schaffran zu einer Abwehr zur Ecke zwingt, dann versucht er es nach einer Vorlage von Cimignani am kurzen Pfosten, verfehlt das Tor jedoch knapp.
In der 56. Minute bringt ein weiterer Standardsituation auch den dritten Innenverteidiger der «bianconeri» in Tornähe. Nach einer Flanke von Grgić dreht sich Bichsel zum Tor und zwingt Schaffran zu einer wichtigen Parade.
Vaduz gibt den Angriff jedoch nicht auf. In der 68. Minute feuert Eberhard einen kraftvollen Linksschuss aus der Distanz ab, den von Ballmoos zur Ecke abwehrt. Drei Minuten später gelingt den Gästen der Anschlusstreffer: Dalipi startet von rechts, dringt in den Strafraum ein und trifft mit dem linken Fuss ins kurze Eck zum 2:1.
Die Mannschaft von Croci-Torti reagiert sofort. In der 76. Minute flankt Zanotti auf den gerade eingewechselten Behrens, dessen Kopfball die Latte trifft; auch Moncada kann den Abpraller nicht verwerten.
In der 81. Minute spielt Mai einen Steilpass auf Moncada, der Schaffran überwindet und knapp ausserhalb des Strafraums vom Torwart zu Fall gebracht wird. Der Schiedsrichter zückt die rote Karte, und da die Auswechselmöglichkeiten bereits ausgeschöpft sind, ist Vaduz gezwungen, den Innenverteidiger und Kapitän Liridon Berisha ins Tor zu stellen. Beim anschliessenden Freistoss versucht es Grgić direkt aufs Tor, doch der Ball trifft die obere Latte.
Mit einem Mann mehr sucht Lugano weiter nach dem entscheidenden Tor. In der 88. Minute erobert Moncada den Ball in vorderer Position zurück, Behrens spielt einen Steilpass auf Zanotti, doch der Aussenverteidiger schiesst knapp am Tor vorbei.
In der Nachspielzeit versucht Vaduz dennoch, auf den Ausgleich zu drängen, was die Zuschauer in der AIL Arena etwas in Unruhe versetzt, doch die letzte grosse Chance hat erneut Lugano: Der gerade eingewechselte Carbone schiesst von links eine Flanke ab, die an die Latte prallt. Es ist bereits der dritte Pfostentreffer in der zweiten Halbzeit für Lugano, das das Spiel zwar nicht endgültig entscheiden kann, aber die Führung bis zum Schlusspfiff verteidigt.
Nach dem Erfolg im Hinspiel der Q2 der UEFA Conference League folgt nun also auch der erste Sieg in der Brack Super League. Der FC Lugano startet mit drei Punkten und feiert sein Ligadebüt in der AIL Arena auf die beste Art und Weise. Der Spielplan lässt jedoch keine Verschnaufpause zu: In drei Tagen stehen die bianconeri im Kosovo erneut auf dem Platz, um das Rückspiel gegen den KF Dukagjini zu bestreiten.
SPIELBERICHT
FC LUGANO – FC VADUZ 2:1
Brack Super League – 1. Spieltag
, 26. Juli 2026 – AIL Arena
Zuschauer: 6’949
Torschützen: 29’ Papadopoulos, 37’ Mai, 71’ Dalipi.
FC LUGANO (3-4-1-2): von Ballmoos; Papadopoulos, Mai, Bichsel; Cimignani (69. Zanotti), Grgić, Bislimi, Alioski (93. Carbone); Kendouci (60. Dos Santos); Pihlström (69. Behrens), Steffen (60. Moncada).
Auf der Bank: Gebhardt, Kelvin, Beckham Castro, Ajdini.
Trainer: Mattia Croci-Torti.
FC VADUZ (4-1-2-1-2): Schaffran; Sawadogo (80. Schwizer), Berisha, Lang, Beeli (58. Hasler); Mack; Cabrera (58. Eberhard), Stark (66. Čočić); Dalipi; Monsberger, Djokic (46. Sorgić).
Auf der Bank: Büchel, Simani, Celentano, Hammerich.
Trainer: Marc Schneider.
Schiedsrichter: Alessandro Dudic
. Schiedsrichterassistenten: Pascal Hirzel und Nicolas Müller
. Vierter Offizieller: Jonathan Jaussi
. VAR und AVAR: Johannes von Mandach und Joël Brunner
Verwarnungen: Papadopoulos (LUG), Monsberger (VAD).
Platzverweise: Schaffran (VAD).
