Der 10:1-Sieg gegen Vedeggio Calcio sichert dem FC Lugano den Einzug ins Sechzehntelfinale des Schweizer Cups, doch nach dem Spiel hebt Mattia Croci-Torti vor allem die Einstellung der Mannschaft hervor. Der Trainer der «bianconeri» hebt die Ernsthaftigkeit hervor, mit der seine Spieler die Partie in der AIL Arena angegangen sind – ein Spiel, das auch dazu genutzt wurde, verschiedenen Spielern des Kaders Einsatzzeit und Selbstvertrauen zu geben.
RESPEKT UND PROFESSIONALITÄT
Für Croci-Torti steht die Bedeutung des Wettbewerbs und der gebührende Respekt gegenüber dem Gegner im Vordergrund. Eine Botschaft, die er der Mannschaft bereits in den Stunden nach der Rückkehr von den Färöer-Inseln vermittelt hat: «Nach dem Auswärtsspiel auf den Färöern haben wir uns so professionell wie möglich auf das Spiel vorbereitet, um allen Spielern und vor allem den Neuzugängen die Bedeutung dieses Pokals verdeutlichen zu können. Ich habe mehrfach versucht, ihnen klarzumachen, wie wichtig dieser Pokal ist und wie wichtig es für die Fans von Lugano ist, erneut das Finale zu erreichen.»
Die Leistung auf dem Eis stellt den Trainer zufrieden: „Meine Mannschaft hat von der ersten bis zur letzten Sekunde grosse Professionalität in ihrer Einstellung bewiesen. Es sollte ein Fest werden, und ich denke, es endete auch wie ein Fest, aber wir haben das Spiel so ernsthaft wie möglich genommen. Deshalb bin ich mit meinen Jungs zufrieden.“
SPIELZEIT UND VERTRAUEN
Das Spiel bietet auch die Möglichkeit, diejenigen stärker einzubinden, die bisher weniger Einsatzzeit erhalten haben, und einige Spieler schrittweise wieder auf Vollleistung zu bringen. Eine besonders wichtige Notwendigkeit in einer Phase, in der die Einsätze in rascher Folge aufeinanderfolgen.
Croci-Torti erklärt: „Wir müssen so viele Spieler wie möglich im Spiel halten. Es ist sehr wichtig, Spielern wie Moncada und Beckham Castro Vertrauen zu schenken, Marques nach vier Monaten wieder ins Spiel zu bringen und Hannes Delcroix erneut Spielzeit zu geben. Wir haben versucht, bei der Einsatzzeit auf die Details zu achten, damit Lugano so gut wie möglich vorbereitet ist.“
CASTRO IM AUFWIND
Zu den Protagonisten des Abends zählt Beckham Castro, der seine ersten drei Tore im Trikot der „Bianconeri“ erzielte. Croci-Torti hebt seine Fortschritte hervor, erinnert jedoch an den Weg, den er noch zurücklegen muss, um sich vollständig an das Tempo des europäischen Fussballs anzupassen: „Ich sehe, dass er sich weiterentwickelt, und bin mit seiner Einstellung zufrieden. Seit dem 26. Februar hat er nicht mehr 90 Minuten als Stammspieler bestritten: Das ist der grosse Unterschied zwischen Europa und Südamerika – die Intensität und das Tempo. In dieser Phase, in der alle drei Tage ein Spiel ansteht, ist es nicht einfach, sich in die Spielstruktur der Mannschaft einzufinden, aber er hat gezeigt, dass er Qualitäten besitzt.“
EIN FEST FÜR DEN TESSINER
FUSSBALL Abgesehen vom Ergebnis hinterlässt der Nachmittag in der AIL Arena auch ein Bild, das Croci-Torti nach dem Spiel hervorhebt: das der beiden Mannschaften, die sich am Ende der Partie gemeinsam in die Arme des Publikums schlossen.
„Wäre ich bei Vedeggio gewesen, hätte ich mir gewünscht, dass die Spieler von Lugano hundertprozentigen Einsatz zeigen, denn das bedeutet Respekt. Daran hat es nicht gemangelt, und deshalb war es am Ende ein Fest. Die Spieler von Vedeggio unter der Tribüne von Lugano zu sehen, hat mich bewegt: Es hat mir einmal mehr bewusst gemacht, dass Sport manchmal Menschen verbindet.“
Nachdem der Einzug in die nächste Runde des Schweizer Cups gesichert ist, richtet sich die Aufmerksamkeit der Bianconeri nun sofort wieder auf die kommenden Aufgaben. Croci-Torti hat keine Zweifel an der Konzentration der Mannschaft: „Meine Jungs sind voll und ganz darauf fokussiert, unseren Fans etwas zu bieten. Wir leben dafür, den Sprung nach Europa zu schaffen, und in dieser Hinsicht mache ich mir keine Sorgen.“
