Kevin Behrens, der am 15. Juli beim FC Lugano angekommen ist, wurde am Donnerstag, den 17. Juli, im Presseraum des Cornaredo-Stadions offiziell vorgestellt. Der 1991 geborene deutsche Stürmer kann auf mehr als 100 Einsätze in der Bundesliga im Trikot des 1. FC Union Berlin und des VfL Wolfsburg zurückblicken. Mit den Berlinern war er auch in Europa ein wichtiger Spieler, der 20 Mal in UEFA-Wettbewerben (darunter fünf Mal in der Champions League) zum Einsatz kam und sich seinen Traum vom Debüt in der A-Nationalmannschaft im Jahr 2023 erfüllen konnte.

Er ist ein zentraler Stürmer mit großer physischer Stärke und bemerkenswerter Großzügigkeit auf dem Spielfeld, der für seine Fähigkeiten im Luftspiel und seine Kämpfermentalität bekannt ist. Seine Ankunft bringt Erfahrung und Tiefe in die Offensivabteilung der Bianconeri.

PELZER: "EIN PROFIL, DAS UNS FEHLTE
Zu Beginn der Pressekonferenz meldete sich Sebastian Pelzer, Sportchef des FC Lugano, zu Wort und zeigte sich sehr zufrieden mit der Operation: "Wir sind sehr glücklich, dass wir Kevin für uns gewinnen konnten. Wir haben ihn schon lange beobachtet und sind sicher, dass er mit seiner physischen Stärke, seinem Spiel in der Luft und seiner kämpferischen Mentalität eine Bereicherung für unseren Kader sein wird, die wir bisher noch nicht hatten. Er ist ein Element, das wir gesucht haben, um unseren Angriff zu vervollständigen".

VON DER BUNDESLIGA IN DIE SUPERLIGA
Die Gründe, die ihn zu HCL brachten, stellte Behrens sofort klar: "Wir hatten schon mit Sebastian Pelzer gesprochen, als er in Chicago war, aber die Verhandlungen kamen nicht zustande. Diesmal ging alles schneller. Mich hat die Möglichkeit überzeugt, eine Erfahrung im Ausland zu machen, dieses Abenteuer mit meiner Familie zu erleben und zurückzukommen, um den Fussball zu geniessen. In Lugano wird etwas aufgebaut: eine neue Infrastruktur, ein neues Stadion und, warum nicht, die Aussicht, auch auf internationalem Niveau zu spielen. Das hat mich gereizt.

'ICH HABE NOCH VIEL ZU GEBEN'
Nach einem komplizierten Jahr in Wolfsburg wollte der Deutsche klarstellen: "Ich habe nicht viel gespielt, aber ich habe immer bis zum Maximum trainiert und hatte nie irgendwelche körperlichen Probleme. Das tägliche Training hat es mir ermöglicht, in Form zu bleiben. Heute Morgen hatte ich meine erste Trainingseinheit mit der Gruppe, und Tag für Tag werde ich meinen Spielrhythmus finden.

Aus technischer Sicht definiert sich der Stürmer wie folgt: "Ich bin ein Spieler, der für die Mannschaft arbeitet und alles gibt. Ich ziehe mich nie zurück, ich mag es, am Spiel teilzunehmen, aber ich gehe auch direkt auf das Tor zu. In meiner Karriere habe ich mich auf der Position des Doppelstürmers wohl gefühlt, aber ich kann mich auch nach vorne orientieren, wenn die Mannschaft einen klaren Plan hat.

VERTRAUEN ZURÜCKZAHLEN
Behrens verwies auch auf das Vertrauen, das ihm der Verein nach medial nicht einfachen Monaten entgegengebracht hat: "Ich habe Fehler gemacht, aber ich habe immer die Verantwortung übernommen. Jetzt will ich mich auf das Spielfeld konzentrieren und das Vertrauen zurückzahlen, das in mich gesetzt wurde. Dies ist ein neuer Anfang für mich, und ich möchte mich beweisen.